Ich weiß gar nicht, wie ich bei dieser Rezension zu Raus aus der Mausefalle (Schmidt Spiele) anfangen soll … Ich mache es kurz – wie bei einem Pflaster: „Liebe Ingeborg Ahrenkiel, was ist denn da passiert?“
Was ist das Problem bei Raus aus der Mausefalle?
Die schöne Idee des Kinderspiels konnte ich mir nur vorstellen, denn diese kann nur theoretisch erkannt werden (wegen der vielen Fragezeichen). Und das Versprechen, dass Raus aus der Mausefalle die Kinder in den Bereichen Sprache, strategisches und logisches Denken fördert? Sorry … Aber wie sollen die Kids gefördert werden, wenn anhand der kurzen und übersichtlichen Spielanleitung überhaupt nicht klar wird, wie Raus aus der Mausefalle nun zu spielen ist? Kurz und übersichtlich finde ich sonst immer klasse, in diesem Fall fehlen aber einige wichtige Informationen.
Was fehlt in der Spielanleitung?

Ich bitte um folgende Verbesserungen in der Spielanleitung:
- Wie wird ein Zug beendet? Muss ich die Kartenhand wieder auffüllen?
- Wer hat gewonnen? In der Spielanleitung steht: „Es hat gewonnen, wer als erstes zwei Geschichten beendet hat.“ Wie genau ist das zu verstehen? Beendet der Mitspieler die Geschichte, der als letzter die 5. Karte anlegt? Was macht dieser Spieler dann mit der „fertigen“ Geschichte? Legt er sie mit der passenden Farbkarte auf die Seite oder muss sich das Kind merken, dass es die Geschichte fertig gestellt hat? Das Spiel ist für Kinder ab 5 Jahren angegeben, da braucht es einfach eine genauere Anleitung!
- Wie kann Sprache gefördert werden, wenn hierfür kein Beispiel aufgeführt ist? Zum Beispiel: Jeder Mitspieler, der an der Reihe ist, soll beschreiben, was auf der entsprechenden Karte zu sehen ist. Auch würde sich ein eigener Spielmodus (im Erzählstil) anbieten.
Die Geschichte soll erst erzählt werden , wenn das Kind gewonnen hat. Für mich ist es wirklich fraglich, ob das aufgeht. Ich fände es schöner, wenn das Erzählen während des Spiels integriert wäre. Kinder im Alter von fünf Jahren haben eine ungefähre Aufmerksamkeitsspanne von maximal 20 Minuten. Das Spiel dauert laut Angabe circa 15 Minuten und dann sollen alle Kinder (auch die Verlierer) nochmal konzentriert der Geschichte zuhören? Das funktioniert nicht besonders gut.
Raus aus der Mausefalle: Es hätte so schön sein können …

Auf der Schachtel ist die Maus aus der gleichnamigen TV-Sendung zu sehen. Jeder, der die Sendung regelmäßig sieht oder gesehen hat, kennt doch den „Mauseffekt“. Ich habe etwas durch die Maus verstanden, einfach, weil es so gut erklärt ist.
In diesem Sinne: Die Idee und die Elemente der Förderung finde ich gut, aber bitte ändert die Spielanleitung nochmal ab. Dann kann Raus aus der Mausefalle wirklich ein schönes Kinderspiel werden!
