Im Spiel Ronin wandere ich durch Japan, um Missionen zu erfüllen, zu unterschiedlichen Clans des Landes zu reisen und beim Errichten von Burgen zu helfen. Als Ronin setze ich alles daran, meine Ehre wiederzuerlangen. Das Gesellschaftsspiel von Emanuele Ornella ist bei Queen Games erschienen. Hat eine Altersempfehlung ab zwölf Jahren und ist für zwei bis fünf Spielende.
Wie spiele ich Ronin?
Der Spielaufbau ist je nach Anzahl der Spielenden unterschiedlich und gut in der Anleitung beschrieben. Ich spiele über vier Runden. Jede Runde spiele ich in vier Phasen.
In der ersten Phase besuche ich mit meinen Ronins Städte und darf die Aktion auf dem dort liegenden Aktionsplättchen ausführen. Dies mache ich abwechselnd und so lange, bis alle Ronins auf dem Spielplan verteilt sind.
In der zweiten Phase sammele ich Ressourcen ein. Die verschiedenen Städte gehören zu bestimmten Regionen. In der Region, in der ich den meisten Einfluss besitze, darf ich zuerst sammeln. Besteht Gleichstand, werte ich die Tee-Leiste aus. Stehe ich da weiter vorne, bin ich auch derjenige, der als Erster einsammeln darf. Es kann auch passieren, dass mein Einfluss in einer Region so gering ist, dass für mich keine Ressource übrig bleibt. In diesem Fall gehe ich leer aus.

Ressourcen für Missionen
Bei der nächsten Phase kann ich Missionskarten erfüllen, die ich auf der Hand habe. Hierzu muss ich die geforderten Ressourcen haben und mindestens einen Ronin in einer der beiden angezeigten Städte stehen haben. Ich erhalte die Siegpunkte, die bei den abgebildeten Ressourcen stehen. Siegpunkte für die Städte bekomme ich nur für die Städte, in der mein Ronin steht.
Die vierte Phase sind Aktionen zum Rundenende. Ich überprüfe, ob ich überschüssige Ressourcen besitze. Hole meine Ronin auf mein Spielertableau zurück. Ressourcen werden auf dem Spielplan aufgefüllt. Habe ich alle Aufgaben erledigt, beginnt eine neue Runde.

Nach der vierten Runde endet das Spiel. Habe ich nach der Schlusswertung die meisten Punkte, gewinne ich bei Ronin.
Wie war mein Spielgefühl bei Ronin?
Durch den unterschiedlichen Aufbau je nach Spieleranzahl und einem neutralen Spielenden im Spiel zu zweit ist Ronin gut ausbalanciert. Dennoch finde ich, dass im Spiel zu zweit nicht ganz so die Rangelei um die Städte ist wie im Spiel zu fünft.
Meiner Meinung nach hat Ronin eine gute Mischung aus Worker-Placement, Ressourcenmanagement, ein bisschen Area-Control-Mechanismus und Set-Collection. Die Aufwertung meiner Roninfiguren durch Charakterplättchen bringt nochmal einen gewissen Twist ins Spiel. Setze ich diesen Ronin für die Aktion ein, bei der ich einen Bonus durch dieses Charakterplättchen erhalte, oder brauche ich ihn doch für eine andere Aktion?
Jede Partie ist anders

Dadurch, dass die Aktionsplättchen an den Städten variabel sind, ist jede Partie Ronin anders. Es kommt auch immer wieder die Überlegung dazu: Gehe ich in diese Stadt, weil ich diese Aktion machen möchte? Allerdings möchte ich auch in diese Stadt, um meine Missionskarte zu erfüllen. Aber ich brauche auch Ressourcen und wenn ich meinen Ronin dahinstelle, habe ich für die Region den meisten Einfluss. Diese Überlegungen machen Ronin für mich von einem stumpfen Worker-Placement zu einem Spiel mit gewissen taktischen Überlegungen.
