Das kleine Rote ist wieder da. Also Auto: Rush Hour Traffic Jam Logic Game bietet 30 Aufgaben. Ziel: Das kleine rote Auto aus der Parklücke befreien und vom Brett schieben. Klingt einfach, ist es aber nicht.
Unsere Wertung zu Rush Hour Traffic Jam Logic Game
Neue Variante zum Klassiker: der Unterschied

Bei Rush Hour Traffic Jam Logic Game handelt es sich um so etwas wie eine Reisespielausgabe des Klassikers Rush Hour. Hersteller Thinkfun hatte beim Original noch auf Kunststofffelder und -autos gesetzt oder bei Rush Hour World Tour wenigstens „2D-Autos“ mit Magneten in die Schachtel gelegt. Bei dieser Ausgabe ist das anders. Das Material ist klein, kompakt und aus Pappe. Selbst der Plan ist aus zwei Puzzleteilen zusammenzusetzen.
Durch diesen kleinen, aber wichtigen Unterschied verliert Rush Hour Traffic Jam Logic Game an Haptik und Qualität. Mehr noch: Auf der Schachtelvorderseite wirbt das Bild mit den bekannten Kunststoffautos. Nur auf der Rückseite wird klar, dass es sich um kleine Pappstücke handelt. Das ist in der Grauzone der Verbrauchertäuschung.
Die Aufgabe: Das Auto vom Brett schieben

Wie immer geht es bei Rush Hour Traffc Jam Logic Game um eine Logikaufgabe. Ein kleines rotes Auto ist zugeparkt und soll mit möglichst wenig Schritten befreit werden. Insgesamt sind 30 Aufgaben mit Lösungen dabei. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei von Aufgabe zu Aufgabe. Aufgabe 1 ist in acht Schritten zu lösen, Aufgabe 30 in 33 Schritten.
Sind die Aufgaben schwer?
Ich fand die Lösungen vergleichsweise einfach. Aber ich bin solche Logikrätsel auch gewohnt und kenne Ausgaben von Rush Hour seit Jahren. Daher ist die Frage nach der Schwierigkeit immer etwas individuell – und nicht zuletzt hängt sie auch von der eigenen „Tagesform“ ab. Aber Rush Hour Traffic Jam Logic Game bietet insgesamt eher moderate Rätselnüsse.
Insgesamt etwas enttäuschend

Keine Frage, diese Ausgabe macht Spaß. Die Aufgaben können eine Weile unterhalten und bieten somit ausreichend Rätselspaß. Dennoch bin ich enttäuscht. Und das nicht nur, weil mir eine letzte Stufe mit harten Rätseln im Solospiel fehlt.
Ich finde das Material langweilig. Es fällt gegenüber anderen Ausgaben deutlich ab. Mehr noch: Bei dieser Ausgabe störte es mich erstmals gewaltig, dass die Fahrzeuge zwar in Anleitung und bei den Auflösungen Buchstaben als Kennung haben, diese aber nicht aufgedruckt sind. Das ist nicht besonders komfortabel und erfordert ein stetiges Umblättern in dem kleinen Aufgabenheftchen. Bei den Autos stört zudem die Farbähnlichkeit mehrerer Fahrzeuge.
Reisespiel hin oder her: Rush Hour Traffic Jam Logic Game ist solide, aber ich würde jederzeit das Original oder Rush Hour World Tour vorziehen.
Autorenangabe nur auf der Schachtelrückseite

Bleibt noch ein anderer Kritikpunkt: Erfinder des Spiels ist Nob Yoshigahara. Leider findet sich dieser Name nur ganz winzig auf der Schachtelrückseite. Autorennamen gehören erkennbar auf die Vorderseite! Ebenso ist nicht klar, ob er die Aufgaben vor seinem Tod 2004 noch selbst erfunden hat oder ein weiterer Autor eingebunden ist. Zumindest die wie immer bei der Reihe eher mäßigen Illustrationen haben einen Namen. Sie stammen von Leonado Sala.
