Similo Wassertiere: Ausschnitt des TTitels mit Qualle und Delfin, Bild Horrible Guild
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Similo: Wassertiere

von Anne Katrin Bolle
3 Minuten Lesedauer
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Die Spiele der Reihe Similo sind kooperative Deduktionsspiele. Während einer der Spielenden Tipps gibt, versuchen die anderen zu erraten, was gemeint sein könnte. Am Ende gewinnen oder verlieren alle gemeinsam. So ist es auch bei Similo: Wassertiere von Hjalmar Hach, Pierluca Zizzi und Martino Chiacchiera (Horrible Guild/Heidelbär)

Material und Ablauf

Das Spielmaterial von Similo: Wassertiere besteht aus 30 Karten. Jede davon zeigt ein anderes, niedlich gestaltetes Wassertier und drei dazugehörige Fakten. 17 Wassertiere sind Fische und 13 unterschiedliche andere Wassertiere.  Das ist zu einem späteren Zeitpunkt noch von Bedeutung.

Nachdem ein Tippgeber gefunden wurde, sieht sich dieser eine Karte an, mischt sie mit zwölf weiteren Karten und legt die zwölf Karten in einem 4 x 3 großen Raster offen aus. Um Tipps zu geben, zieht der Tippgeber fünf von den übrigen Karten. Wird diese waagerecht ausgelegt, zeigt sie an, dass  ähnliche Karten entfernt werden sollen. Wird eine Hinweiskarte senkrecht ausgespielt, so sollen ähnliche Karten behalten werden.

Nachdem eine Hinweiskarte ausgespielt wurde, nimmt der Hinweisgeber eine neue Karte auf die Hand, sodass der in der nächsten Runde wieder aus fünf Karten wählen kann. Der Tippgeber darf sich nur über das Ausspielen der Hinweiskarten äußern und weder mit Worten, Gestik oder Mimik weiterhelfen.

Bei Similo: Wassertiere werden fünf Runden gespielt. In der ersten Runde wird eine Karte entfernt. In den darauffolgenden Runden immer eine Karte mehr und in der fünften Runde wieder nur eine Karte, sodass im Idealfall von den zwölf Karten am Ende nur noch die eine Karte mit dem gesuchten Charakter übrig bleibt. In der Anleitung ist das Ausspielen der Hinweise etwas umständlich beschrieben, sodass es etwas Konzentration und genaues Lesen erfordert, um das Gemeinte zu verstehen.

Similo Wassertiere: Kartenbeispiele aus dem Spiel, Bild Horrible Guild

Der Spielspaß bei Similo: Wassertiere

Ob es am Ende gelingt, das richtige Meerestier ausfindig zu machen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst von der Verständigung zwischen Tippgeber und Ratenden. Es ist teils gar nicht so einfach zu erraten, was sich die Ratenden denken würden und andersherum, was sich der Tippgeber gedacht hat.

Was mit einem anderen Spieler vielleicht gut klappt, wird mit einer ganzen Gruppe an Ratenden schon schwieriger. Oder eventuell doch einfacher, weil sich die Ratenden dann untereinander austauschen und der Tippgeber dadurch weiß, wie die Entscheidungen gefällt werden?

Die Sache mit den Tipps

Ein weiterer Faktor sind die Karten auf der Hand des Tippgebers und die in der Tischmitte. Und an diesem Punkt kommen wir zu den Fischen. Denn es ist gar nicht so einfach als Tippgeber, wenn man beispielsweise nur Fische auf der Hand hat. Ein Beispiel: Auf dem Tisch liegen vier Fische und zwei weitere Wassertiere. Der gesuchte Charakter ist ein Fisch. Es müssen nach dem nächsten Hinweis vier Karten entfernt werden. Allerdings hält der Hinweisgeber selbst auch nur Fische auf der Hand. Gar nicht so einfach. Und dann ist es manchmal auch mehr oder weniger Glück, ob sich die Ratenden für die richtigen Karten entscheiden oder nicht. Zu allem Überfluss schlagen die Spielregeln noch eine Variante vor, bei der der Tippgeber nur Hinweise zum Entfernen von Karten ausspielen darf. Gar nicht so einfach.

Fehlerhaft besser!?

Wir hatten zu Beginn überlesen, dass der Tippgeber nach jeder Runde eine neue Hinweiskarte zieht. So hatte der Tippgeber in den ersten Runden, die wir gespielt haben, nur die fünf Karten auf der Hand, die er bereits ganz am Anfang gezogen hatte. Bei und hat diese Variante erstaunlicherweise auch gut funktioniert. Sie hatte sogar eine höhere Gewinnrate als die in der Anleitung vorgeschlagene Variante.

Das Spiel ist in einer Pappschachtel verpackt, die bereits in der Rezension Similo: Harry Potter gelobt wurde und auch bei Similo: Der Herr der Ringe genutzt wird. Sie macht, ebenso wie die Spielkarten, einen hochwertigen Eindruck, lässt sich jedoch schwer öffnen. Das hat Vor- und Nachteile. Die Schachtel geht nicht so leicht auf, falls man das Spiel transportiert oder es mal aus dem Regal fällt. Jedoch könnte man mit Einkerbungen im Deckel, die Spielkarten leichter erreichen.

Fazit zu Similo: WassertiereDeduktionsspiel Similo Wassertiere: Schachtel, Bild Horrible Guild

Das Spiel Similo: Wassertiere hat uns sehr gut gefallen und Assoziationen zu dem Spiel Codenames geweckt. Mit einem ähnlichen Spielspaß ist Similo auch für kleinere Gruppen geeignet und sogar zu zweit spielbar. Also wem Codenames gefallen hat, dem macht bestimmt auch an Similo: Wassertiere Spaß, falls er nicht bis zum nächsten Treffen in einer großen Runde warten möchte.

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