Eine Frage der Größe – Der alte Kalauer: Die Größe machts! Echt jetzt? Der Gag ist uralt und die Frage wird uns immer wieder ins Gesicht geknallt. Nun also vom Moses Verlag, aber der hat ja so einige Spiele in seinem Portfolie, die bestimmte „Worte“ enthalten. Oder eben bestimmte Anspielungen. Das passt!
Worum geht es bei Size Matters?
Beim ersten Anschauen sieht man dabei nicht, dass es sich um ein Reaktionsspiel handelt, was in meiner Hauptgruppe normalerweise nicht so gut ankommt. Denn berufsbedingt gewinne ich solche Spiele immer und somit wird so ein Spiel nicht so häufig vorgeschlagen. Aber hier gilt: Mitgefangen – mitgehangen. Denn irgendwie verspricht das Kartenspiel Size Matters ein bisschen Witz und neugierig sind wir doch alle! Also alle ran an die Größe, denn Size matters!
So wird Size Matters gespielt
48 Karten, die auf der Vorderseite ein Motiv zeigen und hinten eine Größenangabe, bilden das Grundmaterial. Acht dieser Karten werden als 3 x 3-Raster auf dem Tisch ausgelegt und der Nachziehstapel wird daneben gelegt. Auf den Rückseiten sind ein Elefant, ein Bär, ein Schmetterling und ein Marienkäfer dargestellt. Eines dieser Tiere ist mit einem Pfeil markiert. Dieser Pfeil zeigt entweder auf das größte, zweitgrößte, zweitkleinste oder kleinste Tier.

Nun dreht man die oberste Karte um und legt das Motiv passend in das Raster hinein. Dadurch wird eine neue Größenangabe sichtbar, und eben dieses Motiv gilt es nun zu finden. Dabei können Motive auch doppelt vorkommen und es ist zeimlich viel vorhanden. Vom Atom bis zur Galaxie finden wir 16 verschiedene Motive.
Wer glaubt das passende Motiv zum geforderten Tier gefunden zu haben schlägt auf die Karte. Wenn man dann sieben solcher Karten gesammelt hat, geht man als Sieger hervor, denn die Karten sind auch gleichzeitig unsere Punkte. Schlagen mehrere auf dieselbe richtige Karte, bekommt die Karte die unterste Hand. Schlägt man auf die falsche Karte, muss man die Karte verschenken. Bei mehreren Spielern mit sieben Karten am Ende gewinnen eben auch mehrere.
Macht Size Matters! Spaß?
Als kurz und knackig würde ich Size Matters! beschreiben. Zum Abschluss oder Anfang eines Spieleabends hat es durchaus seine Berechtigung, kann aber auch verletzte Hände hinterlassen. Ganz in der Tradition von Taco, Katze, Pizza, Ziege… wird hier auf die Hand gekloppt, sodass Ringe schmerzhaft Erinnerungen hinterlassen können.
Positiv ist hervorzuheben, dass der Verlag einen Größenvergleich der einzelnen Motive auf die Anleitung gedruckt hat. Aber es hätten ruhig Karten mit eben dieser Erklärung für jeden dabei sein sollen. Denn jeder möchte zunächst mal einen Blick darauf werfen, und wenn man kritische Mitspieler hat, kann es zu Diskussionen kommen. Natürlich gibt es Ameisen, die größer als ein 1-Cent-Stück sind, aber die sind bei diesem Spiel nicht gemeint. Das sollte man vorher klären, damit man nicht mit irgendwelchen anderen Vergleichen daher kommt. Somit eine Erklärkarte für jeden bitte.
Hände weg!?

Sonst hat Size Matters! einiges von Taco, Katze Pizza…. Mit eben jenen Problemen, die man aus eben diesem Spiel kennt. Haben wir einen Mitspieler, der mit voller Wucht auf die Hände kloppt, kann es sehr schmerzhaft werden. Auch ist dringend dazu geraten, sämtliche Ringe von den Händen zu entfernen. Das heißt, für die Jüngsten kann dann ein Spiel schnell vorbei sein, da die Tränen kommen. So lange hält der Spaß dort aber an.
Size matters! ist kein Spiel für jedermann. Wer hektische Spiele nicht mag und auch vor leichten Schmerzen Respekt hat, sollte von einer Partie absehen. Für eine Aufwärmrunde oder ein Abschlussspiel ist Size matters! aber gut, auch wenn meiner Meinung nach zu wenig Karten vorhanden sind. Das Spiel spielt sich sehr schnell und passt genau in das Portfolio vom Moses Verlag.
Wir kriegen hier ein Spiel, das nichts für zartbesaitete Hände ist, aber kurz und knackig durchaus mal auf dem Spieltisch landen kann.
