Syncro: Ausschnitt vom Titel, Foto von Pegasus Spiele

Bist du auf der Suche nach einer innovativen und kooperativen Herausforderung und bist du bereit, dich auf stumme Abstimmungen einzulassen? Und magst du Fantasy? Falls ja, dann hast du mit Syncro von Thomas Favreliere (Pegasus Spiele) eine gute Wahl getroffen.

Worum geht es bei Syncro?

Syncro ist ein kooperatives Fantasy-Kartenspiel, bei dem Zauberinnen und Zauberer das Königreich gemeinsam gegen Monster verteidigen müssen. Der Name des Spiels soll eine Anspielung darauf sein, dass die Mitspieler weder verbal noch nonverbal miteinander kommunizieren dürfen und sich in den ersten Runden miteinander „syncronisieren“ müssen. Dadurch entstehen erschwerte Spielbedingungen, denn es gilt, die Strategien der Mitspielenden richtig einzuschätzen und Zauberkarten im Einklang auszuspielen, um alle Monster eines Levels zu besiegen.

Wie wird Syncro gespielt?

In Syncro spielen zwei bis fünf Personen ab 8 Jahren gemeinsam mehrere Level, um das Königreich zu retten. Jede Runde läuft folgendermaßen ab: Die Spielenden führen abwechselnd Züge aus und dürfen sich dabei nicht absprechen. Wer am Zug ist, hat zwei Möglichkeiten: angreifen (eine verdeckte Zauberkarte auf ein Monster legen, sofern es erreichbar ist) oder passen (keine Karte ausspielen). Mindestens eine Person muss jede Runde angreifen.

Syncro: Material, Foto von Pegasus Spiele

Die Monster liegen als Karten aus und werden überwiegend verdeckt bekämpft. Ist ein Monster besiegt, wird das Level fortgesetzt, bis alle Monster besiegt oder die Zauberkarten aufgebraucht sind. Letzteres bedeutet das Scheitern des Levels. Es gibt zwei Kapitel mit insgesamt neun Leveln, die nacheinander gespielt werden. Während des Abenteuers können Spielende den Fortschritt speichern, um später weiterzuspielen.

Was gefällt mir gut?

Das Konzept der limitierten Kommunikation sorgt für Spannung und fördert Teamgeist sowie das nonverbale Verständnis zwischen den Spielenden. Viele Spiele kann man nur schlecht unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Dies ist bei Syncro ganz gut gelöst. Jedes Level dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Nach jedem Level könnte das Spiel unterbrochen werden und dessen Fortschritt mithilfe einer besonderen Karte gespeichert werden. Dies ist hilfreich für Familien, die nicht zwei Stunden am Stück spielen wollen oder können.

Wer schnelle kooperative Herausforderungen mag, wird durch den einfachen Einstieg und die nach und nach wachsende Komplexität abgeholt, denn in den weiteren Leveln kommen weitere Regeln hinzu. Die Regeln sind zudem noch anschaulich im Questbuch in kurze Geschichten eingebunden. Dies ist für die, die Fantasy mögen, sicherlich eine nette Zugabe. Das gesamte Kartenspiel passt in einen platzsparenden Karton. Für das aktive Spiel fordert Syncro ebenfalls nicht allzu viel Platz ein.

Was gefällt mir nicht so gut?

Ich wurde von der Zeitangabe in die Irre geführt. Auf dem Spielkarton ist die Zeitangabe für Level und nicht für das gesamte Spiel angegeben. Es ist schon ein Unterschied ob ein Spiel 10 oder 20 Minuten dauert ober vielleicht sogar 120 Minuten. Das sollte meiner Meinung nach deutlicher kenntlich gemacht werden, denn gerade Kinder könnten dadurch schnell frustriert sein, wenn das Spiel aus Zeitmangel unterbrochen oder abgebrochen werden muss.

Durch das Schweigegelübde fällt klassische Kommunikation weg, was vor allem bei jüngeren oder unerfahrenen Gruppen zu Frust oder Irritationen führen kann, ich spreche da aus eigener Erfahrung! Wenn ich eine Karte regelkonform verdeckt abgelegt habe, seufzte der nächste Spieler häufig laut auf und ich verstand einfach nicht, warum er das tat. Aber zum Glück, darf man ja über solche Situationen sprechen und diese Probleme dann lösen.

Damit ich da nicht falsch verstanden werde, das mit dem Schweigegelübde soll nicht als Kritik angesehen werden, sondern als möglicher Stolperstein in dem Spiel. Dass nicht gesprochen werden darf, ist genau das, was das Spiel überhaupt spannend macht. Sollte man sich absprechen können, ist Syncro schnell gespielt und langweilig. Das liegt auch an der Kerndynamik, die in jedem Level ähnlich bleibt. Die Abwechslung entsteht hauptsächlich durch die Story oder neue Levelregeln.

Mein Fazit zu Syncro

Kartenspiel Syncro: Schachtel, Foto von Pegasus Spiele Spieler, die Bock auf Fantasy haben und gerne Kartenspiele mit dem gleichen oder ähnlich wiederkehrenden Ablauf haben, machen bei Syncro nichts falsch. Selbst Grundschulkindern ab dem dritten oder vierten Schuljahr gelingt es gut, dieses Spiel zu spielen. Ich finde es gut, dass man nur gemeinsam gewinnen oder verlieren kann, denn Konkurrenzkampf gibt es schon genug.

3 Kommentare

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Tomtak Atcott 8. November 2025 - 17:45

Heißt das Spiel jetzt „Synchro“ oder „Snychro“? Beide Schreibweisen tauchen etwa gleich oft auf…

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Michael Weber
Michael Weber 8. November 2025 - 22:49

Vielen Dank für den Hinweis. Da hatte der Redakteur den Text verschlimmbessert.

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Axel Bungart
Axel Bungart 10. November 2025 - 13:54

Weder noch. Es heißt Syncro.

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