Team Adlerauge: Ausschnitt, Bild von Piatnik

Ein kooperatives Suchspiel bei dem wir Zeitdruck haben, klingt in meinen Ohren sehr gut. Genau das soll Team Adlerauge von Lorenzo Silva und Hjalmar Hach sein.

Das Design von Team Adlerauge

Die Spielschachtel von Team Adlerauge kommt ansprechend gestaltet – wie fast immer von Piatnik – daher. Nicht zuviel und doch macht die ganze Aufmachung Lust auf mehr.

Der Aufbau ist schnell und einfach, so liebe ich es! Alle Mitspielenden nehmen sich eine beliebige Suchtafel und legen sie vor sich hin, dazu kommt dann noch eine Taschenlampe (aus Papier), ein Zahlenrad und eine Spielfigur derselben Farbe. Die  Spielschachtel ist zeitgleich der Spielplan. Hier stellt ihr nun eure Spielfiguren und die Mondfigur auf. Der Suchkartenstapel kommt mit der obersten Suchkarte in die Tischmitte. Nun kann es schon  losgehen.

Regeln kurz gefasst: Team Adlerauge und der Spielablauf

Seht euch die oberste Suchkarte an, dreht danach die Sanduhr um, schiebt eure Taschenlampe zwischen die bedruckte Folie und die stabile Unterlage eurer Suchtafeln und sucht alle gleichzeitig nach dem abgebildeten Motiv. Allerdings habt ihr nur solange Zeit, bis der Sand abgelaufen ist. Dann überlegt ihr, wie oft ihr die Figur auf eurer Suchtafel gesehen habt und stellt die entsprechende Anzahl auf dem beiliegenden Zahlenrad ein. Ob ihr euch richtig erinnert, zeigt euch die Suchkartenrückseite.

Team Adlerauge: Material, Bild von Piatnik

Je nachdem, ob ihr euch richtig erinnert habt, könnt ihr jetzt einige Felder weiter ziehen oder eben nicht. Da Team Adlerauge ein kooperatives Spiel ist, gibt es jetzt eine zusätzliche Regel: Wer am weitesten vorne  mit seiner Spielfigur steht, stellt seine Figur ein Feld zurück. Dafür darf diese Person nun eine beliebig andere Spielfigur um ein Feld vorwärts ziehen. Auf manchen Suchkartenrückseiten findet ihr ein Mondsymbol. Jetzt heißt es, die Mondfigur darf ein Feld weiter ziehen. Erreicht oder überholt sie dabei  eine andere Spielfigur, wird eines der ausliegenden Blitzplättchen umgedreht.

Das Spielende bei Team Adlerauge

Ihr habt es geschafft zusammenzubleiben und konntet fünf Suchkarten spielen? Dann habt ihr gewonnen! Die Mondfigur hat eine Spielfigur eingeholt, es liegen aber keine offenen Blitzplättchen mehr auf dem Tisch? Dann habt ihr leider verloren.

Macht Team Adlerauge Spaß?

Die Spielidee finde ich richtig gut. Besonders die verschiedenen Schwierigkeitsstufen finde ich prima. Außerdem können die Suchtafeln ausgetauscht werden. Dies ist vor allem dann gut, wenn ihr das Spiel ziemlich häufig gespielt habt und genau wisst, wo welche Figur ist bzw wie oft diese Figur vorkommt.

Jetzt komme ich zum negativen Teil. Alle, die schon mal Rezensionen von mir gelesen haben  wissen, dass ich dazu neige entweder richtig positiv oder aber auch negativ zu schreiben. Bei Team Adlerauge ist das mir nicht möglich, denn eigentlich finde ich das Spiel richtig  gut, kann es aber nicht „richtig“ spielen. Warum?

Die zu suchenden Figuren, die ich mit Hilfe der Taschenlampe auf der Suchtafel finden soll, sind so klein gedruckt, dass ich sie nur schwer erkennen kann. Selbst bei sehr gutem Licht ist es für mich schwierig, bestimmte Formen oder Figuren auseinanderzuhalten. Bei schummrigen Licht am Abend (bei dem wir sonst auch Spiele spielen) habe ich überhaupt keine Chance mehr, irgendetwas zu erkennen. Aber das geht für mich leider gar nicht.
Team Adlerauge: Schachtel, Bild von Piatnik

Eine Bitte an den Verlag

Außerdem ist Team Adlerauge ein Suchspiel, bei dem wir unter Zeitdruck etwas suchen sollen. Deshalb haben wir eigentlich keine Zeit dafür, immer auf die Sanduhr aufzupassen. Meiner Meinung nach, wäre ein akustisches Signal besser. Deshalb habe ich eine Bitte an den Piatnik-Verlag: Bitte druckt noch einmal Suchtafeln für alle Menschen, die keine Adleraugen haben und packt statt der Sanduhr ein akustisches Signal in die Spielschachtel, dann bekommt das Kinderspiel auch 10/10 Punkten.

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