Terminus: Ausschnitt der Titelillustration des Spiels, Foto von Skellig games

Mit Terminus, einem Spiel vom Earl Aspiras und Tom Volpe, bringt Skellig ein neues Eurogame auf den deutschen Brettspielmarkt. In feinster Eurogame-Marnier steht das Thema hier zwar nicht im Vordergrund, ist aber geschickt mit der Spielmechanik verzweigt.

Unsere Wertung zu Terminus

Worum geht es bei Terminus?

Terminus: Material, Foto von Skellig Games

Wir leiten bei Terminus Bauunternehmen, die das U-Bahnnetz der stetig wachsenden Stadt ausbauen. Die Verzahnung der Mechanik und des Themas spiegelt sich vor allem in den Bedarfen der Einwohner wider. Die Errichtung eines neuen Quartiers bringt nicht nur potentielle neue und vor allem stärkere Aktionen mit sich. Auch die Bewohner des neuen Quartiers haben ein Wörtchen mitzureden und liefern den Bauunternehmen Chancen auf weitere Siegpunkte durch das Anschließen der bevorzugten Stadtviertel ans Bahnnetz.

Terminus ist ein richtiges Planungsspiel

Terminus: Plan von der Seite aus, Foto von Maren Weiß

All unsere Spielrunden waren geprägt von einer chronischen Ressourcenknappheit. Diese wird zum einen durch die geschickte Anordnung der Aktionen im Uhrzeigersinn, als auch durch begrenzte Kapazität auf dem eigenen Ressourcentableau geschürt. Nicht selten muss deshalb schon zu Beginn einer Runde klar sein, welches Ziel als nächstes verfolgt werden soll. Daraus ergibt sich ein neuer harter Expertenklassiker unter den Brettspielen.

Ohne strategisches Vorausplanen wird man es hier kaum zum Sieg schaffen.

Das Ergebnis der Planungsarbeit fühlt sich nicht sinderlich belohnend an

Terminus: U-Bahn-Netz, Foto von Skellig Games

Lasst euch nicht davon entmutigen, dass die einzelnen Aktionen sich nicht sonderlich belohnend anfühlen. Selbst wenn man es endlich geschafft hat, mehrere Bahnabschnitte in einem Zug zu bauen, folgt kein direkter Vorteil daraus. Die Siegpunkte werden erst zum Ende der Partie verteilt. So ergibt sich eine gewisse Spannung während der Partie und all unsere Runden verliefen knapper, als wir es erraten hätten. Das Spiel selbst fühlt sich dadurch allerdings mitunter auch wenig belohnend an. Man bleibt eher ratlos zurück, ob man mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg ist.

Terminus: die U-Bahn entsteht, Foto von Maren Weiß

Anfangs sind einige Runden nötig, um die Symbole in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, doch spätestens nach drei Runden braucht man den beiliegenden Erläuterungsbogen nur noch selten. Das Material ist hochwertig und ansprechend gestaltet. Durch verschiedene Variablen im Spielaufbau, wie unterschiedliche Quartiere oder Spezialupgrades gleicht kein Spiel dem anderen.  Zu zweit wird ein dritter Spieler mit reduziertem Aktionsumfang als Automa hinzugefügt. Glücklicherweise wird hier kein regulärer Spielzug simuliert. So ganz zufriedengestellt hat uns diese Variante aber dennoch nicht. Mehr als einmal haben wir die entsprechenden Aktionen schlichtweg vergessen.

Schlüssiger Ablauf mit Besonderheiten

Terminus: Schachtel, Foto von Skellig games

Hängen bleibt von Terminus auf jeden Fall die sonst schlüssige und gut durchdachte Spielmechanik. Dieses Expertenspiel ist allerdings nicht zu unterschätzen und benötigt eine ganze Menge Grübelei. Da die Mechanik ausschließlich mit Symbolen kommuniziert, sind die ersten Runden durch das wiederholte Nachschlagen etwas zäh. Hat man sich allerdings erst einmal eingefunden, lernt man den Vorteil dieser Symboliken schätzen. Wer Eurogames wie Barcelona mag, sollte einen Blick auf Terminus werfen. Vor allem die zur Spielmechanik passende Thematik hebt dieses Spiel meiner Meinung nach von anderen seiner Art ab.

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