Wir tauchen bei diesem Spiel in eine bunte Würfelstadt ein und versuchen dabei, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Tic Tac Town stammt von Ignasi Ferré und ist bei moses.Verlag erschienen.
Unsere Wertung zu Tic Tac Town
Worum geht´s?
Die Regeln von Tic Tac Town sind leicht verständlich und rasch erlernbar: Jeder Spieler zieht vier Aufgabenkarten im Schwierigkeitsgrad von 1 bis 3 und schaut sie sich an – ohne dass die anderen Spieler sie sehen.
Hierbei muss erwähnt werden, dass es unterschiedliche Arten von Aufgabenkarten gibt:
- Farbkarten (wenn die drei Würfel farblich passen, so wie es die Aufgabenkarte verlangt, erhält man einen Punkt),
- Summenkarten (die Summe von drei Würfelaugen muss erzielt werden; hinzu kommt noch eine vorgegebene Farbe; man erhält zwei Punkte) und
- Gleichungskarten (hier muss eine Rechnung mit drei Würfeln richtig zusammengesetzt werden und ein ein erforderlicher Farbwürfel an der vorgegebenen Stelle stehen; Belohnung: drei Punkte).
Der Ablauf bei Tic Tac Town

Nun werden die zwölf bunten Würfel geworfen. Der Startspieler hat die Möglichkeit, sie noch ein zweites Mal zu werfen, wenn ihm das Würfelergebnis nicht zusagt. Anschließend nimmt er einen der Würfel und platziert ihn auf eins der neun (bei drei oder vier Spielern 16) Felder. Nun ist der nächste Spieler an der Reihe – usw., bis alle 12 Würfel gelegt worden sind. Immer wieder muss genau beachtet werden, ob eine der eigenen Aufgaben erfüllt worden ist. Es kann sogar vorkommen, dass die Mitspieler ungewollt von der Situation profitieren und dadurch auch eine Aufgabe erfüllen können.
Meist gelingt es nicht, alle gestellten Aufgaben in der ersten Runde zu erfüllen. Die nicht erfüllten Aufgabenkarten nimmt man mit in die zweite Runde und stockt wieder auf vier Karten auf.
Spielende ist, wenn jeder Spieler einmal Startspieler gewesen ist. Bei nur zwei Spielern werden vier Runden gespielt. Dann wird abgerechnet. Für drei gleiche Aufgabentypen gibt´s zusätzlich noch drei Bonuspunkte dazu. Wer die meisten Punkte erzielt, ist Sieger.
Tic Tac Town bietet viele Kombinationen und bleibt reizvoll
Das Spiel lebt einerseits von den vielen Kombinationsmöglichkeiten, andererseits aber auch vom Würfelglück, das den Erfolg beim Spiel doch wesentlich beeinflusst. Trotzdem bleibt es immer wieder reizvoll, die gestellten Aufgaben zu erfüllen. Und da das Spiel trotz Überlegungen recht flott gespielt werden kann, ist eine eventuelle Revanche immer drin. Spielt man mit Kindern, kann man die Gleichungskarten auch weglassen.
Zwei Hinweise, auf die man beim Spiel achten sollte:
- Es handelt es sich bei einigen Summenkarten um eine 9 und keine 6! Vorsicht, wenn die Karte umgedreht ist! Eine eindeutige Kennzeichnung wäre hier angebracht.
- Die Bezeichnungen A, B, C werden auf den Gleichungskarten nicht wie in der Mathematik verwendet. Z. B. können A und B auch für die gleiche Zahl stehen (z. B. A + B = C für 1+1=2). Darauf sollte man vor dem Spielen hinweisen!

Der Reiz einer Spielwiederholung wird auch dadurch ausgelöst, dass die 72 Aufgabenkarten und 12 Würfel immer wieder neue Herausforderungen stellen und sich keine Wiederholungen ergeben. Ansprechend ist auch die Optik bei der Spielschachtel; denn durch ein Sichtfenster kann man die bunten Würfel auch bei geschlossener Schachtel sehen. Recht pfiffig gemacht!
