Riecht ihr das? Es liegt ein leckerer Duft von Torte in der Luft. Doch, riecht mal genau, da ist noch mehr … Richtig, Wettkampf! Willkommen zu Topp die Torte von Wolfgang Warsch (Schmidt Spiele), dem Kinderspiel, welches herausfinden wird, wer die beste Torte im ganzen Land backen kann. Seid ihr bereit? Dann Schürze um und los!
Inhalt von Topp die Torte
Lüften wir den Deckel von Topp die Torte springt uns ein vielseitiges und wertiges Material entgegen. Im Kern besteht das Spiel aus verschiedenen Punktechips (Bronze, Silber und Gold), glitzernden Zuckerwürfeln in verschiedenen Farben, einer Wertungstafel, verschiedenen Tortenteilen, einem persönlichen Spielbrett und natürlich auch einer persönlichen Spielfigur.
Aufbau
Trotz der Menge an Material ist Topp die Torte schnell aufgebaut und erklärt. Super als Ergänzung ist hier das Erklärvideo anzumerken, welches die Regeln ebenfalls gut visualisiert und nahebringt. Im Rahmen der heutigen Möglichkeiten und gerade bei Kinderspielen eine runde Sache, gerade auch, weil uns ein Kind erklärt wie gespielt wird. Großartig!

Wie so oft sagen Bilder mehr als tausend Worte. So wie hier zu sehen kann man sich den Spielaufbau gut vorstellen. Die Punktechips kommen offen in die Mitte, die Zuckerwürfel ebenso. Jede backwütige Person sucht sich nun eine Spielfigur aus. Diese sind männlich und weiblich je nach Seite, allerdings beschränkt auf zwei verschiedene Figuren – schade, hier wäre mehr drin gewesen.
Außerdem erhält jede Person ein Startteil, hier ist zusätzlich eine Backzutat abgedruckt, welche es analog als kleinen Chip gibt. Diesen platzieren wir auf der Wertungstafel, die ebenfalls zentral auf dem Tisch ihren Platz findet. Im Laufe des Spiels lässt sich hier ablesen wer aktuell in Führung ist. Neben dieser Tafel finden auch die besonders glitzernden, goldenen Zuckerwürfel ihr vorübergehendes Zuhause.
Fast geschafft! Neben dem Startteil darf sich jede Person nun noch ein Spielbrett nehmen. Der Tortentopper findet seinen Platz an der Seite und die 40 Tortenteile werden verdeckt gemischt. Jede Person zieht sieben Tortenteile verdeckt und legt zwei davon offen über ihr Spielbrett. Vorbereitung abgeschlossen!
Backe backe … Torte – wie wird gespielt?
Topp die Torte geht über sieben Runden, dabei gleicht sich jede Runde und besteht aus drei Aktionen.
1. Wahl des Tortenteils
Oberhalb der Spielbretter liegen zwei offene Tortenteile. Eines davon wählen wir nun aus und werden es gleich in unserer Torte verbacken. Welches Teil wir wählen, werden wir an verschiedenen Kriterien jede Runde neu entscheiden aber der Reihe nach. Wichtig ist, dass wir die Tortenteile beliebig drehen dürfen. Nur probeweise anlegen dürfen wir sie nicht.
Der Clou ist nämlich, dass unsere Torte möglichst lange, zusammenhängende und gleichfarbige Abschnitte beim Backen bekommt.
Jedes Tortenstück hat verschiedene Farben zu bieten. An der Seite gibt es kleine Lakritzstäbchen, die uns zeigen, wie wir die Teile anlegen müssen. Zusätzlich sind Sterne und Zuckerwürfel in den Tortenstücken zu finden, auch sie spielen eine Rolle.
2. Tortenteil anlegen
Haben wir ein Tortenstück ausgewählt, legen wir es an unsere bisherige Torte an und backen sie somit immer höher. Ausgehend vom letzten angelegten Tortenstück gilt es zu gucken, welche Farbstreifen verbunden sind. Die teigfarbenen Abschnitte gelten hierbei nicht mit. Sind Zuckerwürfel in den Farbstreifen zu finden, dürfen wir uns entsprechend viele der Farbe aus dem Vorrat nehmen. Dies gilt jede Runde für den gesamten Farbstreifen, auch wenn wir ihn in der Runde zuvor bereits genommen haben. Heißt: Wenn es gut läuft, kann eine Farbreihe bis zu sieben Stufen lang gehen und jede Runde Zuckerwürfel abwerfen. Die Zuckerwürfel verteilen wir nun auf unserem Spielbrett in den Gläschen. Sterne im Farbstreifen geben direkte Punkte und lassen uns auf der Wertungstafel voranschreiten.
Dabei gilt, jede Farbe darf nur einmal in einem Gläschen sein. Ausnahme stellt das grüne Tauschglas dar, hier dürfen gleichfarbige Zuckerwürfel gesammelt werden. Die blauen Gläschen haben eine Kapazität von drei, vier und fünf Zuckerwürfeln. Ist ein Glas voll, erhalten wir die entsprechenden Punktechips und die Zuckerwürfel wandern zurück in den allgemeinen Vorrat. Die Zuckerwürfel, die doppelt sind und keinen Platz finden, sammeln wir im grünen Glas. Für drei Würfel können wir einen Würfel unserer Wahl tauschen. Sammeln wir im größten Gläschen fünf Zuckerwürfel, bekommen wir neben dem goldenen Chip noch einen Würfelwurf aufs Haus. Hier winken zusätzliche Punkte und Vorteile.
3. Tortenteil weitergeben und Tortenteil nachziehen
Zum Abschluss einer Runde geben wir unser offenes Tortenteil an die Person links von uns weiter. Vom Nachziehstapel ziehen wir ein neues Tortenteil und haben die Ausgangssituation wieder hergestellt, eine neue Runde kann beginnen. Lediglich in der letzten Runde gibt es keine Wahl, mehr welches Stück wir anlegen (drehen dürfen wir es trotzdem noch!).
Die Siegerehrung bei Topp die Torte
Sobald wir alles verbacken haben, starten wir mit der Auswertung. Jetzt werden auch die goldenen Zuckerwürfel relevant, die sich in der Teigfarbe verstecken. Zuerst zählen wir sie aus und nehmen sie aus dem Vorrat. Als Joker dürfen wir sie nun in die Gläschen verteilen – auch mehrfach in dasselbe Glas. Füllen wir durch diese Zuckerwürfel weitere Gläschen, werten wir sie wie gewohnt aus, das heißt, wir ziehen die entsprechenden Wertungschips.
Da die Anzahl der goldenen Zuckerwürfel begrenzt ist, verteilen wir sie reihum. Danach kümmern wir uns um die Wertungschips. Auf deren Rückseite befinden sich Sterne, die je nach Chip variieren (Bronze 1 – 2, Silber 2 – 3, Gold 3 – 4 Sterne). Entsprechend der Sterne rücken wir mit unserem Marker auf der Wertungstafel vor. Sobald wir eine Runde geschafft haben, drehen wir den Marker auf die Seite mit der 20 und ziehen weiter. Wer am Ende am weitesten gekommen ist, darf sich ehrfürchtig „Top Eins Torten Topper“ nennen!
Der Spaß bei Topp die Torte
Topp die Torte ist ein gelungenes Kinderspiel:
auf den ersten Blick mag es etwas einfach und eindimensional wirken, aber das täuscht! Zum einen ist es gar nicht so einfach, das „richtige“ Tortenstück anzulegen. Oft dachte ich, dass ich das perfekte Stück ausgewählt habe, nur um mich dann beim Anlegen zu ärgern, da es halt doch nicht gepasst hat. Die Streifen sind wirklich gut platziert und gerade im späteren Spielverlauf verliert man sich dann doch dabei, zu hoch gepokert zu haben.
Allerdings – und das ist ebenfalls positiv: Selbst wenn, ist hier noch nichts verloren. Viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom, ebenso zum Sieg bei Topp die Torte. Ich kann die sichere Tour fahren und auf eine Farbe setzen oder querbeet verschiedene kurze Farbabschnitte als Taktik wählen und beides hat Erfolgschancen. Das macht das Spiel leicht zugänglich und abwechslungsreich.
Drafting für Kinder – mit Trick und Glück

Zusätzlich gibt die Draftingmechanik dem Kinderspiel eine gute Tiefe und setzt ein gewisses Maß an Taktikverständnis voraus. Ich wähle eben nicht nur meine Tortenteile, sondern sollte auch beobachten, welches ich vielleicht bekomme und welches ich weitergeben will. Für ein Kinderspiel meiner Meinung nach ausreichend taktische Tiefe!
Trotzdem wiegt der Glücksfaktor zu schwer. Bei den Tortenteilen kann ich Pech und Glück haben, dies wird jedoch gut aufgebrochen durch das Drafting. Aber auch die Wertungschips sind wie oben beschrieben glücksbasiert mit zwei verschiedenen Punktewerten belegt. Habe ich am Ende Glück mit meinen Chips, kann ich so noch gewinnen. Vielleicht war diese Entscheidung bewusst getroffen, um die Chancen für alle etwas zu erhöhen, mir persönlich hinterlässt es einen faden Beigeschmack, wenn ich am Ende einer Partie aufgrund von Pech verliere.
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1 Kommentar
Das Spiel ist der letzte Schrott. Langweilig ohne Ende, nach einer halben Stunde hatten unsere Kinder keine Böcke mehr, ab ins Altpapier