Toriki: Ausschnitt des Titelbildes; Bild von Mirakulus

Toriki ist ein interaktives Familienabenteuer auf der Insel. Mitmachen können 1-4 Personen ab 8 Jahren. Es stammt von Wojciech Grajkowski und ist bei Mirakulus erschienen.

Worum geht es bei Toriki?

„Können wir heute wieder auf die Insel?“, ruft der Sohn meiner Freundin. Schon lange ist ein Spiel bei meiner Freundin und ihren zwei Kindern nicht mehr so gut angekommen wie Toriki. Die letzten Wochen hindurch ist es fast jeden Abend auf dem Tisch gewesen.

Dieses kooperative Abenteuerspiel für die ganze Familie ist app-gesteuert. Wir waren erst skeptisch, doch die Funktion und die einfache Bedienung der App beherrschten auch die Kinder sehr schnell. (6 und 9 Jahre).

Das Thema von Toriki

Toriki: Schachtelinhalt; Bild von Mirakulus

Eine große Expedition ist geplant, doch wir kentern kurz vor der unbewohnten Insel. Wir retten uns mit Mühe auf die Insel (von der wir hinterher wissen, dass es sich um Toriki handelt) und sind dort nun fast auf uns allein gestellt. Nur der Professor ist noch mit dabei, dieser hat sich aber verletzt und kann nur im provisorischen Lager auf uns warten und uns ab und zu Tipps geben.

Zum Glück haben wir ein Messer, eine Schaufel, ein Fernrohr und eine Axt vom Schiff retten können. Wir teilen unsere Ausrüstung, die im Laufe des Spiels mehr und vielseitiger wird, unter uns auf. Unsere erste Aufgabe ist klar: Wir brauchen Nahrung und einen Unterschlupf.

Der Spielablauf von Toriki

Pro Tag haben wir jeder drei Aktionen. Wenn wir möglichst viel erreichen wollen, ist es klug, wenn wir uns absprechen.

Ich gehe zuerst zu den Felsen, die auf einem Feld der Insel sichtbar sind. Die Tochter meiner Freundin will zum Strand – dort sind Vögel auf dem Spielfeld zu erkennen. Vielleicht können wir diese essen? Meine Freundin zieht zu einem Feld mit Baumstämmen – das ist weiter weg, daher braucht sie Nahrung. Ohne Nahrung kann ich ein Feld weit ziehen, für jede Nahrung, die ich abgebe, komme ich noch ein Feld weiter.

Toriki: Material aufgebaut; Bild von Mirakulus

Ich bin am Zug und gebe die Nummer meines Zielfeldes in der App ein. Nun erfahre ich, was ich auf diesem Feld finde – die Illustrationen geben uns schon einige Hinweise. Wenn ich möchte, kann ich einen Gegenstand nutzen. Dazu halte ich meine Karte über die Kamera, die den aufgedruckten QR-Code zuverlässig erkennt. Außerdem kann ich Feuersteine sammeln. Mit der Schaufel versuche ich zu graben.

Ob ich etwas ausgraben konnte oder ob wir einen Vogel fangen konnten, das verrate ich hier nicht – schließlich will ich nichts von der unbekannten Insel verraten. Denn ein großer Reiz des Spieles des Mirakulus Verlags besteht darin, die Insel zu erkunden und die immer neuen Aufgaben zu lösen. Welche Nahrungsquellen finden wir noch, womit können wir eine Hütte bauen, und können wir vielleicht den Fluss überqueren? Welche Werkzeuge lassen sich miteinander kombinieren? Denn mit Stöcken und Feuersteinen lässt sich ja vielleicht etwas anfangen? Am Lager können wir als eine Aktion „Werkzeug herstellen“ wählen und kombinieren zwei Gegenstände miteinander. Nicht immer kommt dabei das heraus, was wir uns erhofft haben.

Toriki: Wir freuen uns jeden Tag auf die Insel

Die erzählte Geschichte ist einfach, aber unterhaltsam. Die Kinder sind Feuer und Flamme zu erfahren, wie es weitergeht. Sehr schön ist auch, dass nach jedem Tag – jeder Spieler ist dreimal am Zug – super eine Pause möglich ist. So entdecken wir die Insel nach und nach – es werden noch Spielplanteile angebaut, die zuerst noch geheim sind und die Aufgaben werden schwieriger. Etwas ganz Besonderes ist auch das „Lexikon“, in der die fantasievollen Tiere und Pflanzen der Insel abgebildet sind und denen die Kinder Namen geben dürfen.

Toriki: Schachtel des Spiels; Bild von MirakulusIch bin auf jeden Fall sehr gerne auch morgen, „an einem neuen Tag“, wieder dabei, wenn wir die Insel weiter erkunden. Auch die Sechsjährige konnte schon eigenständig und gut mitspielen. Wie gut, dass wir auf Toriki gelandet sind.

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