Toy Battle - Titelbild

Toy Battle

von Johannes Halbig
3 Minuten Lesedauer
A+A-
Reset

Niedliche Spielzeuge treffen in epischen Schlachten aufeinander. Die Strategie der Spielzeuggenerale ist einfach: Entweder zwei Truppen aus der Reserve holen oder eine Truppe in der Schlacht einsetzen. 

Auf in den Kampf!

Zur Verfügung stehen acht Schlachtfelder, von denen die Spieler eines aussuchen und zwischen sich legen. Auf jedes Ordensmarkerfeld kommt ein Ordensmarker.

Jeder Spieler nimmt sich einen Plättchenhalter und mischt seine Truppen verdeckt. Sie bilden die Reserve. Vier Truppen seiner Reserve legt er unbesehen in die Schachtel zurück. Anschließend zieht der Startspieler drei Truppen aus seiner Reserve und stellt sie auf seinen Plättchenhalter. Der Gegenspieler zieht vier Truppen aus seiner Reserve.

Die Truppen bestehen aus verschiedenen Spielzeugen, die jeweils dreimal vorhanden sind, und eine Stärke von eins bis sieben besitzen. Die meisten der Plättchen haben zudem einen Effekt. Kwak die Jokerente und Roxy, der Dino mit der höchsten Zahl haben keinen Effekt. Beim Einsatz von Skully dürfen zwei Truppen aus der Reserve nachgezogen werden wird ein Sternchen ausgespielt, darf eine Truppe aus der Reserve nachgezogen werden. Beim Roboter XB-42 darf eine zufällige Truppe beim Gegner gezogen und aufgedeckt abgelegt werden. Der Jumbo wählt eine sichtbare gegnerische Truppe auf einem benachbarten Feld und legt sie aufgedeckt ab. Beim Einsatz des Käpt´n darf eine zusätzliche Truppe auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden. Dann gibt es noch Hook, der mit seinem Fallschirm auf einem beliebigen Feld landen kann, auch wenn er dadurch keine Verbindung zum Hauptquartier hat.

So wird Toy Battle gespielt

Wer am Zug ist, führt eine der beiden möglichen Aktionen durch:

– Zwei Truppen ziehen.
Dieser Zug kann nur durchgeführt werden, wenn noch genügend Platz auf dem Plättchenhalter ist (der Spieler darf nicht mehr als acht Truppen zur Verfügung haben). Oder:

– Eine Truppe auf dem Schlachtfeld einsetzen.
Hierbei gilt es bestimmte Einsatzregeln zu beachten.

Eine Truppe kann auf einem leeren Feld eingesetzt werden oder auf einem Feld, das von einer eigenen Truppe besetzt ist. Ein Feld, das vom Gegner besetzt ist, kann nur erobert werden, wenn die dort gelagerte Truppe schwächer ist als die eingesetzte Truppe. Eine Truppe kann im gegnerischen Hauptquartier eingesetzt werden. Außerdem muss die Truppe an einem Ort eingesetzt werden, der mit deinem Hauptquartier verbunden ist.

Kampf der Spielzeuge

Das Schlachtfeld ist in verschiedene Gebiete eingeteilt. Hat ein Spieler die Kontrolle über ein Gebiet, so erhält er dessen Ordensmarker.

Es gibt zwei verschiedene Siegbedingungen, die das Spiel sofort beenden, sobald eine davon erreicht ist: Der Spieler, der eine eigene Truppe im gegnerischen Hauptquartier einsetzt, gewinnt das Spiel sofort. Oder es gewinnt der Spieler sofort, der mindestens so viele Orden hat, wie das Ordensziel des jeweiligen Schlachtfeldes vorgibt.

Das Spiel endet auch, wenn ein Spieler keine Truppen mehr in der Reserve hat oder keine Truppe mehr einsetzen kann. In diesem Fall gewinnt der Spieler, der mehr Orden einsammeln konnte.

Wie gut ist Toy Battle?

Die Schachtel von Toy Battle wiegt erstaunlich schwer in der Hand. Das liegt unter anderem daran, dass sich in ihrem Inneren gleich vier verschiedene Spielpläne befinden. Da diese auch noch doppelseitig bedruckt sind, können die Spieler zwischen acht verschiedenen Schlachtplänen auswählen. Das sorgt von vornherein für einen hohen Wiederspielreiz.

Die Plättchenhalter sind aus Holz und die Spielzeugsoldaten aus fester Pappe.

Das Spiel an sich ist denkbar einfach und schnell erklärt. Es hat im Prinzip nur zwei Regeln, Truppen nachziehen oder eine Truppe in die Schlacht führen. Da die meisten Spielzeugsoldaten noch eine Sonderfunktion haben, gilt es sich gut zu überlegen, wen ich an welcher Stelle des Schlachtfeldes einsetze. Konzentriere ich mich darauf, das generische Hauptquartier zu erobern oder besetzt ich einzelne Gebiete, um die ebenfalls gewinnträchtigen Ordensmarker einzusammeln.

Auf der Internetseite lässt sich eine Spielhilfe herunterladen, die die gesammelten Ordensmarker für beide Seiten gut sichtbar macht.

Der Glücksfaktor (hoffentlich ziehe ich jetzt das richtige Plättchen, bzw. ist das Plättchen, das ich gerade benötige überhaupt im Spiel) sorgt für eine gewisse Leichtigkeit. Die Schlacht ist in 10 bis 15 Minuten schnell geschlagen und fordert auf jeden Fall zur Revanche auf.

Das Spiel gehört zu Recht zu den Siegern beim diesjährigen As d’Or – Jeu de l’Année und ist in Deutschland immerhin auf der Empfehlungsliste der Jury „Spiel des Jahres“ gelandet.

Toy Battle - Spieleschachtel | Quelle: Verlag
Toy Battle – Spieleschachtel | Quelle: Verlag

Schreibe einen Kommentar!

Mehr Spiele-Themen entdecken

Focus Mode