Umami: Ausschnitt des Titels, Bild von Heidelbär

Umami heißt irgendwas mit Geschmack und hat sozusagen entfernt etwas mit Essen zu tun. Darum geht es auch beim neuen Kartenspiel von Don Eskride mit sehr süßen asiatischen Grafiken, das bei Heidelbär erschienen ist.

Worum geht es bei Umami?

Umami: abgelegte Karten, Foto von Jörn Frenzel

2 bis 5 Spielern versuchen bei Umami, den Gästen die passenden Gerichte zu servieren. Das klingt erst mal nach nichts Neuem, denn Kochspiele gab und gibt es viele. Hier wollen aber die Tiere des Waldes bei einem Food Festival die passenden Gerichte serviert bekommen. Dabei reichen den tierischen Gästen schon drei Zutaten, um satt zu werden. Was aber macht dann Umami nun anders?

Regeln zusammengefasst: das Spielprinzip

Wir finden 18 Gastkarten, die alle mit einem Stern markiert sind, da das die notwendigen Siegpunkte sind, die wir am Ende benötigen. Diese finden wir auch teilweise auf den Zutatenkarten.

Umami: Karten, Bild von Heidelbär

Davon spielen 81 Karten mit, die in drei Farben geordnet sind. Die Zahlen 1 bis 3 sind grün, die von 4 bis 6 sind gelb und die von 7 bis 9 sind rot. Diese Zahlenkarten haben zusätzlich Blüten, Hände oder eben die Sterne aufgedruckt.

Jeder Mitspieler bekommt am Anfang vier Zahlenkarten und eine Gastkarte auf die Hand. Je nach Spieleranzahl finden wir auch eine bestimmte Anzahl an Gästen im Vorrat. Ein Zutatenstapel mit vier aufgedeckten Zahlenkarten wird aufgebaut und darunter ein Gästestapel mit schon vier offenen Gästen und ihren Wünschen.

Da geht es von farbneutralen Kartenwerten-Serien, die es zu erfüllen gilt, bis zu verschiedenfarbigen Gerichten, wovon zwei gleichfarbige Karten, nie die selben Werte haben dürfen. Auch kann man je nach aufgedruckter Pfeilrichtung, die Gäste wieder abluchsen. Die Pfeile zeigen dabei nach oben oder unten. Dabei gilt höherwertige Serien oder eben niedrigere Werte der selben Farbe.

Umami: Spielkarten, Bild von Heidelbär

Umami bietet spielerisch lockeres Kochen

Das Spielprinzip ist dann ganz easy. Lege eine deiner Handkarten aus und dazu eine aus den ausliegenden Zutatenkarten. Dabei kann man bis zu fünf Stapel eröffnen, aber dabei gilt es Vorsicht walten zu lassen.

Es ist auch erlaubt, ausliegende Zutaten bei den anderen zu stehlen. Ein Handsymbol auf einer Karte lässt uns bei den lieben Mitspielern eine Zutatenkarte klauen, wenn keine Gäste darunter vorhanden sind und wir diese ausgespielte Karte abwerfen. Der Bestohlene darf sich natürlich eine neue Karte nehmen. Das ganze geht so lange, bis einer zwölf Zutatenkarten ausgelegt hat oder die ausliegenden Gästekarten alle sind.

Die fiese Schlussrunde

Nun folgt die Schlussrunde bei Umami, bei der vor einem ausliegende Gäste nicht mehr mit besseren Serien weggelockt werden können. Alle Zutatenkarten der ausliegenden Reihe werden entfernt und die Gästekarten, die wir am Anfang auf die Hand bekamen, als offene Gäste ausgelegt. Nun kann man überprüfen, ob man mit den ausliegenden Zutaten noch Gäste zu sich holen kann. Beginnend bei dem Startspieler und darin liegt die Krux.

In der letzten Runde können wir bis zu vier Zutatenkarten auf einmal aus der Hand ausspielen und dadurch noch die Wünsche der ausliegenden Gäste erfüllen. Die abschließende Wertung bringt den Sieger hervor. Diese Siegpunkte werden durch Sterne auf allen Karten symbolisiert, sowohl Zutaten und Gäste.

Umami: Spielsituation, Foto von Jörn Frenzel

Fazit der Rezension zu Umami

Der Startspielervorteil: Die erwähnte Krux besteht darin, das der Startspieler einen entscheidenen Vorteil am Ende besitzt. Durch das Auslegen der Karten, hat er noch die meiste Auswahl an auszuliegenden Gästen und kann so richtig absahnen. Bist du derjeneige der hinten liegt, bleibt meistens nichts mehr übrig, was noch deine Zutatensammlung sinnvoll ergänzt. Das ist frustrierend, da auch in der Zwier-Mitspielervariante genau der gleiche Effekt passiert.

Umami ist besser als sein Ende

Das kulinarische Spiel an sich hat einen großen Wiederspielwert, da die originelle Kombination aus Rezepterfüllung und interaktiven Elementen eine interessante Mischung ergibt. Leider trübt das unrühmliche Ende das ganze ein bisschen. Da ist dann zu viel Salz in der Suppe. Denn egal in welcher Konstallation, immer ist der hinten sitzende Mitspieler derjenige, der nichts Entscheidenes mehr abbekommt. In keiner meiner Runden konnte er den Sieg davon tragen. Für mich ist das ein klarer und zu großer Startspielervorteil.
Umami: Schachtel, Bild von HeidelbärEigentlich ist Umami ein sehr gutes Spiel, nur reißt das Ende das eigentliche Spielgefühl wieder ein. Das hätte etwas besser redaktionell bearbeitet werden sollen, sodass Chancengleichheit besteht. So stimmt aber der Untertitel: Lecker ist nicht genug! Es bleibt der Eindruck: Ein schönes Spiel, aber ein unbefriedigendes Ende.

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