Velmorha: Ausschnitt des Titels, Bild von Denkriesen

Lust auf eine Tauchexpedition? Dann könnt ihr euch bei Velmohra von Hamlet (Denkriesen) in die Tiefe begeben, um eine geheimnisvolle Grotte zu erforschen. Eine alte Seekarte dient euch als Orientierung. Sammelt kostbare Perlen und Schätze, aber hütet euch vor dem uralten Seeungeheuer, das in der Gegend hausen soll, in der sich euer Forschungsboot befindet.

So funktioniert eine Partie Velmohra

Für eine Expedition zu einer längst vergessenen Meeresgrotte bekommt jeder Spieler einen Tauchplan. Auf diesem zeichnen die Taucher ihre Wege ein und sammeln die dort verzeichneten Schätze. Der Tauchplan dient eurem Taucher zur Orientierung in der Grotte (Spielbrett mit Schachtel), in der ihr auf der Suche nach Perlenchips unterwegs seid.

Die Spielvorbereitung bei Velmohra

Jeder Taucher erhält einen Stift und einen Tauchplan, auf dem er seine Tauchzüge aufzeichnet. Dabei sammelt er Meeresschätze, die ebenfalls auf dem Tauchplan aufgezeichnet werden. Die Schachtel (Tauchgrotte) wird vorbereitet. Die Taucher werden am Rand der Schachtel befestigt und die nach Farben sortierten Perlenchips werden in den sechs Bereichen der Grotte bereitgelegt.

Velmorha: Tauchgrotte, Bild von Johannes Halbig
Velmorha: Tauchgrotte, Bild von Johannes Halbig

Der Spielablauf

Jeder Zug beginnt auf dem Tauchplan. In der Mitte des Tauchplans befindet sich ein Anker. Von dort aus beginnt ihr euren ersten Zug. Jeder folgende Zug geht vom Ende der zuletzt gezogenen Linie aus weiter. Hat ein Taucher sich in eine Sackgasse manövriert, darf er in seinem nächsten Zug wieder beim Anker starten.

Auf vielen Feldern sind Symbole eingezeichnet wie z. B. Meeresschätze, Krabben, Teile eines Seeungeheuers, die ihr im entsprechenden Bereich eures Tauchplanes ankreuzen dürft. Ausnahme ist die Krabbe, hier dürfen nur die Mitspieler ein Kreuz machen.

Jedes Feld auf dem Tauchplan besitzt außerdem eine Zahl. Diese Zahl gibt an, wie viele Felder sich die Taucherfigur in der Grotte bewegen darf. Um die Perle auf dem Zielfeld bergen zu können, muss diese eine bestimmte Formation abgetaucht sein. Diese Felder werden schraffiert und können für andere Formationen nicht verwendet werden. Das letzte Feld des Tauchgangs muss Teil der Formation sein. 

Entsprechend der Zahl, die auf einem geborgenen Perlenchip steht, dürfen Felder auf dem Tauchplan angekreuzt werden. Jeder Perlenchip zeigt auch einen Effekt, den man einmalig ausführen kann. Die Perlenchips können außerdem bei der Endwertung noch Punkte bringen. Durch den Einsatz von Krabben kann man die Bewegung der Taucherfigur in der Grotte manipulieren.

Das Spielende von Velmohra

Das Spiel kann auf drei verschiedene Arten enden:

  • ein Taucher hat drei der vier Eckfelder erreicht,
  • ein Taucher hat zwei Eckfelder erreicht und ein Perlenstapel ist leer,
  • ein Taucher hat alle vier Teile des Seeungeheuers gefunden.

Ist eine dieser drei Bedingungen erfüllt, wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt. Es kommt zur Wertung.

Velmorha: Wertung, Bild von Johannes Halbig
Velmorha: Wertung, Bild von Johannes Halbig
  • die Anzahl der markierten und nicht genutzten Krabben wird halbiert und als Perlen eingetragen,
  • Muscheln, Seesterne und Korallen werden entsprechend ihres Eintrags gewertet,
  • die Summe aller eingesammelten Perlen,
  • pro kompletter Perlenchipsammlung (eine Sammlung besteht aus fünf unterschiedlichen Farben) gibt es 10 Punkte.

Alle Teilsummen werden addiert und der Taucher mit den meisten Gesamtpunkten gewinnt bei Velmohra.

Macht das Tauchspiel Velmohra Spaß?

Das Gesellschaftsspiel Velmohra ist eines von den großen Spielen in kleiner Schachtel. Es ist ein „Choose-and-Write-Spiel“, das wieder ein wenig frischen Wind in dieses Genre bringt. Es ist ein gehobenes Familienspiel. Die Spielregel bietet anfangs eine kleine Hürde, da es doch viel zu beachten gilt.  Zum auf der Spieleschachtel angegebenen Autor Hamlet, konnte ich leider keine weiteren Informationen finden.

Bei der eigenen Planung ist es gut, immer auch die Mitspieler im Auge zu haben, sonst geschieht es leicht, dass die mühsam geplante Form von einem Mitspieler vielleicht etwas schneller vollendet wird und dieser dann die Perle einem vor der Nase wegschnappt. Außerdem sollte immer darauf achten, ob vielleicht ein Mitspieler ein schnelles Ende herbeiführt und damit verhindert, dass der eigene Plan aufgeht.

Velmorha: Schachtel, Bild von Denkriesen

Das Handling mit den Perlen ist leider nicht ganz glücklich gelöst. Leicht passiert es, dass die Perlen beim Versuch, sie herauszunehmen, unter die Abdeckung rutschen und dann der ganze Schachtelaufbau etwas durcheinandergerät. Ansonsten kann man über das Material nicht meckern, sogar an einen Stift für jeden Spieler wurde gedacht. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den nächsten Tauchgang.

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