Beim Spiel Waldland von Tim Eisner versuchen wir über drei Saisonen ein gesundes und ausgewogenes Ökosystem zu errichten. Es ist bei Piatnik erschienen. Waldland ist für ein bis vier Spielende und hat eine Altersempfehlung ab zwölf Jahren.
Wie spiele ich Waldland?

Ich spiele Waldland über drei Saisonen. Eine Saison endet, sobald ein Spielender auf den Sammelplätzen keine Waldkarten mehr nehmen kann. Nach jeder Saison wird eine Zwischenwertung durchgeführt. Ziel des Spieles ist es, am Ende die meisten Punkte zu haben, indem ich möglichst hohe Bäume wachsen lasse, wertvolle Sets von Pflanzen sammele, meinen Tierbestand vermehre, für passendes Wetter sorge und versuche, Bedrohungen abzuwehren.
Was mache ich in meinem Zug?

In meinem Zug kann ich als erstes Tiere anlocken, wenn ich genügend Nahrung habe. Tiere können mir Effekte geben, Siegpunkte am Ende einer Saison bringen oder Punkte zum Spielende. Tiere mit Effekten darf ich jederzeit während meines Zuges einmal in der Saison nutzen.
Anschließend durchforste ich die Sammelplätze mit den ausliegenden Waldkarten. Ich darf nacheinander bis zu drei Sammelplätze anschauen und mich für einen Waldkartenstapel entscheiden. Allerdings lege ich bei einem Sammelplatz die Karten zurück und gehe zum nächsten, dann kann ich nicht zum vorhergehenden zurück. Auch habe ich die Option, nach dem durchforsten der Sammelplätze mir eine Karte vom Nachziehstapel anzusehen und diese Karte zu behalten. Tue ich dies nicht, gehe ich in diesem Zug leer aus.

Die letzte Aktion in meinem Zug ist, dass ich genommene Waldkarten in mein Ökosystem auslege und die Soforteffekte abhandle. Auch kann ich durch Waldkarten meine Bäume wachsen lassen. Es gibt Waldkarten, die Bedrohungen für mein Ökosystem oder das der anderen Mitspielenden sind. Diese werden am Ende der Saison abgehandelt.
Nach der Zwischenwertung wird das Spiel für die nächste Saison vorbereitet und es beginnt diese. Habe ich die dritte Saison abgeschlossen, ist Waldland zu Ende.
Wie ist mein Eindruck von Waldland?

Waldland hat mich positiv überrascht. Nach dem Lesen des Regelheftes, welches sehr gut verständlich geschrieben ist, war ich etwas skeptisch. Allerdings konnte es mich spielerisch überzeugen.
Die Waldkarten sind zwar immer das Gleiche, jede Partie ist aber anders. Ich habe Partien erlebt, bei denen ich wunderschöne Ökosysteme aufbauen konnte, aber auch Partien, in denen ich keine verwertbaren Karten hatte, nichts richtig zustande gebracht habe. Dennoch ist mein Spielspaß nicht verloren gegangen, auch wenn es manchmal frustrierend war.
Durch angepassten Aufbau und Regeln je nach Spielendenanzahl wird es mit weniger Spielenden auch nicht zu langatmig. Interaktivität ist bei Waldland beim Aussuchen der Karten auf den Sammelplätzen und in einigen Fällen bei Bedrohungen vorhanden. Ansonsten baut jeder für sich sein Ökosystem auf.

Sonderkarten bringen mehr Tiefe in das Spiel
Ich habe die Möglichkeit, Waldland etwas komplexer zu gestalten, in dem ich Sonderkarten mit bestimmten Regeln für jede Saison mit ins Spiel bringen kann. Auch habe ich in dieser Version zwei Sonderbonusplättchen.
Abschließend ein Blick auf das Material

Mir gefällt sehr gut, dass auf Kunststoff verzichtet wurde und ich zur Aufbewahrung der Spielmaterialien, Boxen aus Pappe habe. Bei den Baumteilen hätte ich mir eine bessere Pappqualität gewünscht. Diese fangen nach einiger Zeit, durch das ständige Zusammenstecken an, auszufransen. Auch ist für das Zusammensetzen der Bäume filigranes Vorgehen gefragt.
