Wiped Out von Mattel Games präsentiert sich in einer schlicht gestalteten, aber ansprechenden Box, die sofort erkennen lässt, dass hier ein unkompliziertes Partyspiel wartet. Auch der Inhalt überzeugt: Alles, was für den Spielablauf benötigt wird, liegt übersichtlich bereit. Neben Sanduhr und einem speziellen Würfel sorgen vorbereitete Fächer dafür, dass nach dem Spiel alles wieder ordentlich verstaut werden kann.
Material: Die Brille sorgt für Spaß
Eine besonders auffällige Beigabe ist die Brille, die während des Spiels die Sicht blockiert. Sie erfüllt nicht nur ihren Zweck, sondern sorgt gleichzeitig für einen hohen Spaß- und Situationsfaktor am Tisch.
Positiv hervorzuheben ist außerdem die Gestaltung der Spielfiguren: Diese unterscheiden sich nicht nur durch Farben, sondern auch durch Symbole. Dadurch lassen sich die Figuren auch für farbenblinde Spielerinnen und Spieler problemlos auseinanderhalten, ein schönes Detail, das nicht selbstverständlich ist.
Wiped Out – blind vertrauen, wild diskutieren

Der Einstieg gelingt problemlos. Für jede Spielerzahl gibt es entsprechende Karten, die festlegen, wer in welcher Runde zusammenspielt. Ein beiliegender Clip markiert den aktuellen Durchlauf, sodass jederzeit klar ist, in welcher Runde man sich befindet. Ebenso ist eindeutig geregelt, wer gerade die Rolle des „Blinden“ übernimmt und wer schreibt. Diese klare Struktur verhindert Verwirrung und sorgt für einen flüssigen Ablauf bei einer Partie Wiped out.
Stets die Zeit im Nacken

Im Kern dreht sich bei Wiped out alles um das Umschreiben von Begriffen. Eine Ratekarte zeigt mehrere Begriffe, aus denen sich die Gruppe zu Beginn auf eine Nummer festlegt. Während eine Person mit verdeckter Sicht wartet, startet die schreibende Person die Sanduhr und notiert bis zu fünf Hinweise auf der mitgelieferten Tafel. Dabei darf weder der gesuchte Begriff noch ein Teil davon verwendet werden.
Sobald die Zeit abgelaufen ist oder alle Begriffe notiert sind, greift die gesamte Gruppe ins Geschehen ein. Die Gruppe würfelt aus, ob sie ein, zwei oder sogar drei Begriffe streicht. Danach beraten die Mitspieler gemeinsam, welche Hinweise sie entfernen, was besonders bei nur einem zu streichenden Begriff für lebhafte Diskussionen sorgt.

Gemeinsam gegen die Uhr
Erst danach nimmt der blinde Spieler die Brille ab und versucht anhand der verbliebenen Begriffe, das gesuchte Wort zu erraten. Dafür stehen drei Versuche zur Verfügung. Gelingt die Lösung, rücken der ratende Spieler und der Schreiber gemeinsam vor. Scheitert der Versuch, ziehen alle anderen Spielfiguren ein Feld weiter. Dadurch bleibt Wiped out ständig in Bewegung und vermeidet Downtime – selbst bei größeren Runden ist so immer jemand aktiv beteiligt. Nach der vorgegebenen Anzahl an Runden entscheidet schließlich die Position der Spielfiguren über den Sieg.
Wiped Out: kurzweilig mit großem Spaßfaktor

Wiped Out punktet vor allem durch seinen hohen Unterhaltungswert. Das Spiel erklärt sich schnell, spielt sich flott und bindet alle Beteiligten kontinuierlich ein. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass der Reiz eher kurzlebig ist: Eine oder zwei Runden sorgen für viel Gelächter und Spannung, danach lässt der Effekt etwas nach. Genau darin liegt aber auch die Stärke – als kurzweiliges Partyspiel für zwischendurch funktioniert Wiped Out hervorragend und sorgt zuverlässig für gute Stimmung.
Info: Der Name des Autors ist leider nicht auf der Schachtel angegeben.
