Zug um Zug Polarlichter, Ausschnitt, Bild Days Of Wonder
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Zug um Zug: Polarlichter

von Axel Bungart
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Zug um Zug Polarlichter (Alan R. Moon, Days of Wonder/Asmodee) führt erneut in den Norden Europas. Auf einer Karte, die der Skandinavien-Edition auf den ersten Blick sehr ähnelt, entstehen wieder Zugverbindungen, mit denen die Spieler ihre Aufträge erfüllen wollen, am Ende aber auch Boni erhalten können. Das ist sehr pures Zug-um-Zug-Vergnügen ohne viel Schnick-Schnack.

Zug um Zug: Polarlichter ist ein vollwertiges Brettspiel

Zug um Zug Polarlichter ist keine Map Collection, sondern ein vollständiges Spiel, sodass man dafür keine der Zug-um-Zug-Grundversionen (Amerika, Europa) benötigt. Eine Landkarte, 40 Waggons (+ Reserve) sowie Auftrags- und Waggonkarten sind in gewohnt hoher Qualität in der Schachtel. Dazu kommen noch die für diese Version besonderen Bonuskarten.

Zug um Zug Polarlichter - Kartenausschnitt | Foto: Axel Bungart
Zug um Zug Polarlichter – Kartenausschnitt | Foto: Axel Bungart

Wie wird Zug um Zug Polarlichter gespielt?

Die Grundregeln von Zug um Zug sind unverändert, Ihr könnt Sie in einer der oben verlinkten Versionen nachlesen. Auch gibt es hier Fähren, für die man Lokomotiven braucht.

Zug um Zug Polarlichter - Kartenrückseiten | Foto: Axel Bungart
Zug um Zug Polarlichter – Kartenrückseiten | Foto: Axel Bungart

Davon abgesehen gibt es ein paar Veränderungen, die sich aber nur auf die Spieltaktik auswirken. So gibt es nun deutlich mehr Städte als in der Skandinavien-Version. Nicht alle davon tragen Namen, was ungewöhnlich, aber wegen der Nichtnennung bei den Aufträgen bedeutungslos ist. Eine Bedeutung haben diese jedoch für manche Boni (s. u.), bei denen es z. T. darauf ankommt, Städte eines bestimmten Landes oder einer Region zu erreichen. Durch das engere Städtenetz sind die einzelnen Verbindungen kürzer; 6er-Strecken sucht man bei Polarlichter vergebens. Dafür gibt es mehr Doppelstrecken als bei Skandinavien, da letztere auf 2-3 Spieler begrenzt war.

Zug um Zug Polarlichter - Fährstrecken mit Bonussymbolen | Foto: Axel Bungart
Zug um Zug Polarlichter – Fährstrecken mit Bonussymbolen | Foto: Axel Bungart

Die Strecken entlang der Westküste sind nun sogar komplett Doppelstrecken. Außerdem erhält der Nutzer einer solchen Strecke, wie für manch weitere Strecken, ein oder zwei Waggonkarten vom verdeckten Stapel. Somit „finanzieren“ diese sich teilweise selbst.

Bonuskarten für die Endwertung

Zug um Zug Polarlichter - Bonuskarten | Foto: Axel Bungart
Zug um Zug Polarlichter – Bonuskarten | Foto: Axel Bungart

Bei jeder Partie von Zug um Zug: Polarlichter werden zu Beginn vier zufällig gewählte Boni ausgesucht, die am Spielende vergeben werden. Die Bonuskarten werden von Anfang an aufgedeckt und gelten für alle Spieler. So kann jeder entscheiden, inwiefern er auf Bonusjagd geht. Extrapunkte gibt es z. B. für die meisten niedrigen Zielkarten (< 5 Punkte), die meisten Städte oberhalb des eingezeichneten Polarkreises, am Spielende die meisten Lokomotiven auf der Hand oder Waggons noch im Vorrat.

Im Westen nichts Neues

Zug um Zug Polarlichter - Züge nach Helsinki | Foto: Axel Bungart
Zug um Zug Polarlichter – Züge nach Helsinki | Foto: Axel Bungart

Nach der erst vor kurzem erschienenen Doppelversion Zug um Zug Iberia/Süd Korea, bei der einiges neu und anders verläuft, ist Zug um Zug Polarlichter wieder ein ganzer Schritt Richtung Normalität: Streckenbau und Auftragserfüllung sind Basics wie beim Klassiker von 2004. Und auch früher gab es schon Boni für die längste Strecke oder die meisten Aufträge. Die neuen Boni nun, bei denen man zwischen fünf und zwölf Punkte erhalten kann, können wohl am Ende den Ausschlag bei der Platzierung geben, wenn die Spieler dicht beisammen sind. Darauf zielgerichtet spielen wird man jedoch erst in zweiter Instanz, wenn die eigenen Aufträge erfüllt wurden, es diesen nicht im Wege steht – oder man im besten Fall die Boni mit den Aufträgen verbinden kann. Das ist jedoch anfangs vom Kartenglück abhängig.

Zug um Zug Polarlichter, internationale Schachtel, Bild Days Of Wonder

Die Spielregel zu Zug um Zug: Polarlichter ist erwartungsgemäß vollständig, klar strukturiert und gut bebildert. Der Spielplan und besonders die Kartenrückseiten sind von Julien Delval ausgesprochen hübsch gezeichnet. Auf dem Spielplan ist die südliche Region mit vielen kleinen Strecken durchsetzt, was ein bisschen wimmelig wirkt. Dennoch: Diese Version ist solide und auch für Zug-um-Zug-Neulinge gut geeignet, weckt aber bei erfahrenen Zug-um-Zug-Spielern keine überschäumenden Emotionen. Für zwei Spieler bietet sich nach wie vor die Skandinavien-Version an, die auf einer sehr ähnlichen Karte besser dafür ausgelegt ist.

Ressourcen zu Zug um Zug: Polarlichter

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