Spiele im Wert von über 700.000 Euro

Initiative fördert das klassische Spielen in Schulen - Spielen macht Schule

ein Spiele-Artikel von Riemi - 02.04.2009
Drei Schüler der Janusz-Korczak-Schule in Altenstadt spielen Blokus von Mehr Zeit für Kinder e. V.
Lesezeit: ca. 2 Minuten

 „Ich habe jetzt keine Zeit, mit dir zu spielen.“ „Schau doch lieber Fernsehen.“ Solche oder ähnliche Diskussionen finden in Familien nachmittags statt. Spielen macht Schule geht in die dritte Runde und vergibt Spiele im Wert von über 700.000 Euro an 200 Schulen.

Bewerben können sich Grundschulen aus Nordhrein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Grund genug für Eltern und Lehrer mitzumachen, denn aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung besagen: Spielen macht schlau.

Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und optischen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.

Daher fördert die Initiative „Spielen macht Schule“ das klassische Spielen in Grundschulen. 2007 wurde die Initiative von dem Mehr Zeit für Kinder e.V: (MZfK), Frankfurt und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL), Ulm gegründet.

Engagierte Eltern und Lehrer können noch bis zum 15. Mai 2009 ein Konzept für die Grundschule ihrer Kinder beim Mehr Zeit für Kinder e.V. einreichen. Die Wettbewerbs­unterlagen, Beispiel­konzepte, Fotodokumente, aktuelle Informationen und den Ausstat­tungs­katalog gibt es im Internet.  

Im letzten Jahr haben insgesamt 154 Schulen aus Hessen, Bayern und Baden-Württemberg gewonnen. Das Interesse war sehr groß: mehr als doppelt so viele Schule haben sich für ein Spielezimmer beworben. Hierbei kamen viele kreative Ideen zustande, was den Bedarf an einem solchen Projekt bestätigte.

Quelle: 
Mehr Zeit für Kinder e.V.