Strategisches Shootout

Arno Quispel, Quined White Goblin Games, über das Spiel Carson City

ein Spiele-Artikel von admin - 12.09.2009
Carson City - Schachtelgrafik der limitierten Auflage von QWG Games
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Arno, QWG veröffentlicht zur Spiel in Essen Carson City. Um was geht es im Spiel thematisch?
"Das Spiel thematisiert den Wilden Westen. Es spielt im Jahr 1858, in dem Carson City, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Nevada, gegründet wurde. Im Spiel wächst Carson City rasant. Die Spieler bauen Häuser und alle Arten verschiedener Gebäude wie Saloons, Banken, Hotels, Kirchen und Gefängnisse. Wenn ein spezielles Gebäude errichtet wird, muss der Spieler meistens ein Haus und manchmal eine Straße für die neuen Einwohner der Stadt bauen. In diesen Jahren war Carson City eine echte Western-Stadt, so gibt es Cowboys und einen Sheriff und Duelle, viele Duelle."

Welches sind die Hauptmechanismen des Spiels, welche bringen den Spaß?
"Der Hauptmechanismus des Spiels ist das Platzieren der Cowboys auf den Aktionsfeldern und in die Stadt, das zusammen mit den speziellen Charakteren, die jeder Spieler jede Runde zur Verfügung hat. Es gibt eine Menge Interaktion zwischen den Spielern, da mehrere Spieler das gleiche Gebiet wählen können und wenn sie es machen, dann folgt ein ‚Shootout’."

Der Mechanismus mit den Charaktereigenschaften klingt ein bisschen nach San Juan oder sogar Puerto Rico. Ist das Spiel hier wirklich ähnlich, wo liegen hier die Unterschiede?
"Auf eine gewisse Art ist es ähnlich, aber ich denke, es gibt auch viele Ähnlichkeiten mit anderen Spielen. Ich würde nicht behaupten, dass alle Mechanismen von Carson City total neu sind, aber sie funktionieren sehr gut in diesem Spiel. Ebenfalls ist wichtig, dass durch die brillante Grafikarbeit des französischen Illustrators Alexandre Roche Spieler wirklich das Gefühl bekommen, dass sie Einwohner von Carson City sind."

Das Spiel wird als strategisch bezeichnet. Ist es wirklich ein harter Brocken oder kann es auch von Familien gespielt werden?
"Ich glaube nicht, dass es ein Familienspiel ist. Ich glaube, dass Vielspieler das Spiel sehr schätzen werden."

Gibt es Tipps für die erste Partie? Worauf sollte man achten, was auf jeden Fall vermeiden?
"Das Spiel beinhaltet mehrere Varianten. Zum Beispiel ein beidseitig bedrucktes Spielbrett, doppelseitige Personenkarten, Duelle mit Würfeln oder Duelle mit speziellen Duellplättchen und so weiter. Ich glaube, am besten fängt man mit dem Brett ohne Carson River an und mit den gelben Personenkarten. Später können die Spieler frei wählen. Wer Glückselemente völlig bannen will, nimmt die Duellplättchen statt der Würfel.
Ein taktischer Tipp? Man kann seine Cowboys an Stärke gewinnen lassen, indem man viele Revolverchips verdient. Dann kann man in jedem einzelnen Duell die anderen Spieler schlagen."

Euer Spiel hat wie viele andere auch ein "Westernthema". Warum habt ihr dieses Thema gewählt und warum, würdest du sagen, ist euer Spiel anders oder besser als andere Westernspiele?
"Das Spiel hatte von Anfang an dieses Thema. Tatsächlich ist das Spiel so eng am Thema, dass ich nie an ein anderes Thema gedacht habe. Als Prototyp hieß es ‚Kansas City’. Da es in der Gegend um Kansas City keine Berge gibt, diese aber im Spiel vorkommen sollten, mussten wir einen anderen Titel finden."

Carson City wird als limitierte Version (Master Print Series Part 5) veröffentlicht. Wie groß wird die Auflage sein? Gibt es die limitierte Version auch in Deutsch und wird es bei euch am Stand nur die internationale oder auch die von Huch and friends veröffentlichte deutsche Version zu kaufen geben?
"Als Master Print Serie wird es 500 Exemplare geben. Wir werden nicht mehr davon herstellen. Die reguläre Auflage ist die internationale Auflage in vier Sprachen. Diese Auflage hat einen Cowboys auf dem Schachteldeckel. In Deutschland ist die Auflage zwar von Huch and friends veröffentlicht, aber wir werden beide Versionen am Stand haben und eine extra Überraschung."