Da geht noch was!

Wizard-WM ohne Öffentlichkeit

ein Spiele-Artikel von Riemi - 13.08.2008
Frank Riemenschneider von Frank Riemenschneider
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Ein typisches Beispiel für B-Sports: Vier Deutsche Spieler setzen sich bei einer nationalen Qualifikation im Spiel Wizard gegen 750 andere Spieler durch und sahnen bei der anschließenden Weltmeisterschaft in Kanada richtig ab. Thomas Schweiger und Michael Braun belegten am Ende Platz zwei und drei. Sie hatten sich in Toronto (Kanada) am 2. August 2008 gegen 100 Spieler aus sieben Nationen durchgesetzt. Die erspielten Preisgelder wurden von Amigo Spiele auf 2.000 Euro aufgestockt und für einen guten Zweck gespendet. Herzlichen Glückwunsch und Bravo an alle Beteiligten! Der Verlag hat laut eigener Aussage insgesamt 12.000 Euro für diese Aktion investiert.

Wenn man so was mitbekommt, gerät man unweigerlich ins Schwärmen. Was könnte aus so einer Aktion entstehen, wenn es Leute außerhalb unserer Brettspielszene registriert hätten. Wizard ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr. Es gibt aber viele Spieler, die spielen ohne Anbindung an öffentliche Clubs oder Spieletreffen fast jede Woche Wizard. An denen ist diese tolle Aktion vorbeigegangen, weil die Spiele-Community nicht richtig funktioniert hat. „An so einem Turnier hätten wir gerne teilgenommen“, war dann auch der Tenor. Auch war die Turnierserie subjektiv zu kurz geplant. Wenn es nächstes Jahr eine Neuauflage geben würde und die Vorankündigung schon zur Spiel 2008 in Essen anläuft, würde diese Aktion noch besser einschlagen: „Werde Mitglied der Deutschen Wizard-Nationalmannschaft und gewinne eins von vier Amigo-Trikots!“, könnte auf solch einer Ankündigung stehen.

Es wäre außerdem schön gewesen, wenn zumindest ein rotes Polo-Shirt vom Verlag  während der WM getragen worden wäre. Wen soll die übliche Spielerkluft (Jeans, T-Shirt und Gesundheitssandalen) beeindrucken?

Bei dieser Aktion geht noch was! Lasst es uns beweisen!