Das persönliche Glück beim Spielen

Das Spielen und seine Wirkung

ein Spiele-Artikel von Riemi - 20.11.2013
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Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Spielvorbereitung ist abgeschlossen und der erste Zug gemacht. Das Glück beim Spiel stellt sich bei mir bei Spielen ein, die ich kenne. Wenn ich weiß, was ich mache und gleichwertige Gegner am Tisch sitzen. Natürlich gehört der Spaß dazu. Lustige Kommentare zum Spielgeschehen. Genial sind zum Beispiel Würfelvorhersagen, die eintreffen. Kuriose Spielgeschehen. Der Flow, wenn man mitten im Spielgeschehen und der Fokus auf dem Spielbrett ist. Da wird der Tisch zum Mikrokosmos. Die Spannung, wenn ein Zug in Gedanken vorbereitet wird. Die Befürchtung, dass man meiner Strategie auf die Schliche kommt. Die Hoffnung, dass ich der Einzige bin, der den Schlüsselzug zum Sieg erblickt und das innerliche Flehen, das Glück beim Spiel möge einem Hold sein. Ein bisschen Schwein gehört eben auch dazu. So können 120 Minuten und länger wie im Flug vergehen.

Wenn dann der Sieger feststeht, taucht man in die reale Welt wieder ein. Am Ende eines solchen Abends fährt man mit einem Lächeln nach Hause, und man muss noch nicht mal gewonnen haben. Das ist ein Spielerglücksmoment.

Glückliche Momente habe ich auch, wenn ich mit Kindern auf einer Veranstaltung spiele und merke: Die haben richtig Spaß und genießen den Augenblick. Gerade weil ich weiß, dass ein spielender Erwachsener für viele Kinder eine neue Erfahrung ist. Es gibt Kinder, die meinen, ich bin selber ein Kind. Halt etwas größer als sie, aber eben Kind. Anders können sie es nicht begreifen, dass ich als großer Mensch ihnen beim Spiel auf gleicher Ebene entgegen komme. Das berührt.

Glücksmomente kommen auch in mir auf wenn ich an die fünf Tage denke, die ich seit langen, langen Jahren auf der Messe „Spiel“ jeden Oktober in Essen verbringen darf. Eine Zeit lang völlig ab von der Welt sein und mit vielen anderen ein Teil dieser Messe zu sein. So ziehe ich einen Teil meines persönlichen Glücks aus Spielen.