Ein Buch als Erinnerung an Alex Randolph

Die Sonnenseite - Fragmente aus dem Leben eines Spieleerfinders

ein Spiele-Artikel von Johannes Halbig - 04.05.2012
 von
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Heute, am 4. Mai 2012 wäre Alex Randolph, neben Sid Sackson sicherlich einer der ganz Großen unter den Spieleautoren, 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gibt es in Nürnberg beim Deutschen Spielemuseum eine Ausstellung, bei der auch die neue Biografie  von Alex Randolph, „Die Sonnenseite – Fragmente aus dem Leben eines Spieleerfinders“ vorgestellt wird.

Ich habe das Buch sozusagen in einem Zug durchgelesen. Leider war es viel zu früh zu Ende. Ich finde das Buch insgesamt sehr gelungen. Herbert Feuerstein, ein langjähriger Freund von Alex Randolph ein sehr einfühlsames Vorwort zu dieser von Philippe Evrard geschriebenen Biografie beigesteuert. Viele Seiten des Buches sind mit Spielen, Spielentwürfen und Prototypen von Spielen hinterlegt, was zumindest für den Kenner von „Alex-Randolph-Spielen sehr spannend ist.   Alex Randolph hat selbst nie viel aus seinem Leben erzählt. Ihm ging es immer mehr um die Sache, in seinem Fall um das „Spiel“. Meiner Ansicht nach hat es seine Stärke gerade dadurch, dass es nur spärlich mit biografischen Daten versehen ist und vielmehr den Menschen Alex und sein Anliegen im Leben in den Mittelpunkt rückt. Gerade der erste Teil ("Die Sonnenseite"), der überwiegend eine Niederschrift von Gesprächen mit Philippe Evrard darstellt, vermittelt viele nachdenkenswerte Gedanken und Einsichten zum Thema „Spiel und Spieleerfinden“.   Der eigentlich biografische Teil des Buches ist recht kurz gehalten, sicherlich ganz im Sinne von Alex Randolph. Ihm war es vor allem wichtig, in seinen Spielen weiterleben zu können und dazu trage ich gerne bei. Ein großes Dankeschön an den Verlag Drei Hasen in der Abendsonne für die Durchführung dieses doch sehr aufwendigen Projektes.