Ein Spiel lebt von seinen Mitspielern

Die yvio-Konsole ist gar nicht so schlimm ...

ein Spiele-Artikel von Frank Riemenschneider - 01.02.2009
Frank Riemenschneider von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nach monatelangem Zieren habe ich es danndoch getan. Eine Yvio-Konsole benutzen, mit dem Spiel Freibeuter der Karibik. Widererwarten war es richtig amüsant. Es lag aber an der positiven Grundstimmung. Da wurde sich rhythmisch zur Musik bewegt und bei Erfolg gegen finstere Piraten in die Hände geklatscht. Danach noch kurz abgesprochen, wer welche Stadt von den finsteren Korsaren befreit. Und eine zweite und dritte Partie folgte auf dem Fuße.

Hey, das hat ja gar nicht weht getan. Beim Herner Spielewahnsinn im Jahr 2008 habe ich noch mit der Nase gerümpft, während der Spiel 2008 in Essen hat es mich noch genervt. Aber jetzt! Zumindest Freibeuter der Karibik hat es mir angetan. Wenn, tja, wenn die richtigen Mitspieler mit durch die Karibik schippern. Wenn nur einer nicht richtig mitspielt, kommen leichte Selbstzweifel auf. Wieso liest der Kerl neben dem Freibeuter Spiel, eine Spielregel, von einem anderen Spiel durch? Ist dem der Spielverlauf - wegen den starken Zufälligkeiten, wie er sagte - echt so scheißegal, wie er vorgibt? Oder war er einfach nur gefrustet, weil er wieder mal seiner Ladung beraubt wurde und er nichts dagegen machen konnte? Weil Mamboo, der Kanonenhändler, ihn nicht mochte und kein Rabatt eingeräumt hatte oder fremde Piraten/Mitspieler ihn permanent ausgeplünderten. Wie dem auch sei. Er wird dieses Spiel wahrscheinlich nie mehr anrühren. Ich werde weiter zur Musik den Kopf nicken lassen und mit Chichahu um Segel feilschen.

 

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