Die Gunst des Kaisers beeinflussen

Brand-Manager Uli Blennemann über das Spiel Justinian

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 25.09.2006
Justinian von Phalanx Games
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Uli, bei Justinian ringen die Spieler um die Gunst von Kaiser Justinian. Über welche Wege können sie diese erreichen?
"Durch das Legen von Einflussmarkern (positiver und negativer Natur) auf die zwölf Günstlinge am Hofe. Diese Marker werden verdeckt platziert. Außerdem kann man mit ihnen Wertungen auslösen. Das Auslösen von Wertungen ist vorteilhaft - wer hier jedoch Marker ablegt, kann zeitgleich keine Marker zur Beeinflussung der Günstlinge verwenden ..."

Im Spiel haben die Gefälligkeiten eine zentrale Rolle. Doch nur drei von vier möglichen werden vom Kaiser belohnt. Haben die Spieler eine Chance, taktisch vorzugehen und auf die richtigen zu setzen oder ist die Entscheidung des Kaisers zufallsabhängig?
"Jeder Gefälligkeit ist eine Farbe der Karten zugeordnet. Bei jeder Wertung wird eine Farbe gewertet. Wie oben angedeutet, darf der die Wertung auslösende Spieler die Farbe bestimmen - ein großer Vorteil. Die Spieler müssen konstant abwägen, ob sie ihre wenigen Marker zur Beeinflussung von Günstlingen oder zum (späteren) Auslösen einer Wertung einsetzen. Zudem ist der Zeitpunkt des Passens wichtig."

Spiele von Leo Colovini zeichnen sich meist durch einen einfachen Zugang und überschaubare Mechanismen aus. Wird das auch bei Justinian so sein?
"Absolut, die Regeln umfassen inklusive. Abbildungen nur vier Seiten; die Spieler sind schnell 'im Spiel'."

Steckt in dem Spiel mehr, als es zunächst den Anschein hat? Werden Taktik- oder Strategiefreunde auf Ihre Kosten kommen?
"Justinian kann von Familien bestens genossen werden. Gerade Taktikfreunde werden das Spiel aber zu schätzen wissen, da man durch das verdeckte Legen von Einflussmarkern (auch noch an unterschiedlichen Punkten) den Ablauf stark in seinem Sinne beeinflussen kann. Zudem hat man für das gesamte Spiel nur 22 Marker zur Verfügung - sodass man sich genau überlegen muss, wann man etwas wofür einsetzt."