Spielgefühl: Rampage

Andere Spieler, andere Vorlieben

ein Spiele-Artikel von Frank Riemenschneider - 11.12.2013
 von
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wir sind böse! Und böse ist guuuut! Meepletown muss zerstört werden und dazu gehört auch, dass wir die Einwohner fressen! Yam! Yam! Wir fressen auch Häuser und hauen uns gegeseitig die Zähne aus! Juhuuu!

„Das Spiel finde ich doof!“

„Bitte?“

„Ich sagte, ich finde das Spiel doof!“

„Wieso das denn!?“

„Was ist denn der Sinn dieses Spiels?“

„Sinn?“

„Ja Sinn! Ist doch ein Spiel mit Regeln, oder? Da kann man doch was erwarten.“

„Ja, der Sinn (falls es so was bei Spielen überhaupt gibt)  ist Böse zu sein und die Stadt zu zerstören!“

„Und?“

„Nichts und … Wir fressen alles, was wir kriegen können, und bekommen für das, was wir gefressen haben, am Ende Punkte. Außerdem schmeißen wir mit Autos rum und haben superdupie Spezialfähigkeiten.“

„Siehste! Das ist doof.“

„Ist es nicht. Es macht Spaß.“

„Ein Spiel, in dem man Häuser zerstört und dessen Einwohner gefressen werden müssen, ist doof. Außerdem fallen dauern irgendwelche Sachen auf den Boden. Das ist …“

„Ja weiß ich. Die Einwohner können halt auch flüchten.“

„Flüchten? Vom Spielbrett unter dem Tisch? Von da aus vielleicht in den Staubsauger?“

„Kann halt passieren.“

„Das macht keinen Spaß.“

„Das macht wohl Spaß!“

„Nö. Voll öde.“ 

„Mir, und den anderen Jungs macht es schon Spaß. Was kann ich denn dafür, wenn du einen tieferen Sinn bei einem Spiel wie Rampage suchst.“

„Da gibt es auch keinen.“

„Eben. Außer Spaß haben.“  

„Pfft!“

„Kann ich bitte weiter machen? Danke.“

Genau das ist das Problem: Es gibt Menschen, die haben und wollen einfach keinen Zugang zu Rampage bekommen. Bevor Rampage auch nur aufgebaut ist, kommt von denen das erste Gemecker. So einen Mist kann und darf man nicht spielen. Es bringt auch nichts, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Mein Tipp: Man sucht sich für eine Partie Rampage einfach ein paar Jungs. Holt dazu ein bisschen Dosenbier für alle und genießt das Spiel