Suisse Toy 2005

Spielbericht von der 6. Nationalen Spielwarenmesse in Bern

ein Spiele-Artikel von Bernhard Zaugg - 07.11.2005
Suisse Toy 2005 von Suisse Toy
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Die Suisse Toy wurde auch bei ihrer mittlerweile sechsten Austragung zum Großerfolg. Nach dem Aus der Spielmesse in St. Gallen war sie sogar zur einzigen nationalen Leistungsschau der schweizer Spielwarenbranche aufgestiegen. Gut 250 Aussteller nützten denn auch die Gelegenheit, um in Bern ihre Neuheiten und Klassiker des Herbsts 2005 zu präsentieren. Und das Publikum strömte in Scharen herbei: Über 55.000 Besucher aller Altersstufen profitierten von der Gelegenheit, sich aus erster Hand über das vielfältige Angebote in den unterschiedlichen Spielwarenbereiche informieren und Interessantes auch gleich ausprobieren zu können.

Im Bereich der Gesellschaftsspiele standen dabei natürlich die zum Spiel des Jahres ausgezeichneten Niagara und Das kleine Gespenst im Mittelpunkt des Interessens. Besonders ersteres stieß auf großen Anklang und wurde mit einem kleinen Schatzsucherboot auch überaus stimmungsvoll in Szene und ins (Foto-) Bild gesetzt. Am Wochenende mussten gar Warteschlangen für ein Probespiel in Kauf genommen werden. Bedauert wurde dabei mehrfach das Fehlen einer Möglichkeit für das Spiel zu zweit. Allerdings wird die Schaffung einer entsprechenden Regelvariante wohl einzig eine Frage der Zeit sein, zumal zur Not durchaus auch mit je zwei Booten gespielt und gekämpft werden kann.

Auffallend war generell der Trend zu schönen, reichhaltig ausgestatteten Spielen - den Konsumenten scheint wieder mehr Geld für Neuanschaffungen zur Verfügung zu stehen und das Auge spielt bekanntlich überall mit. Ganz ausgeprägt war dies bei den neuen, elektronisch aufgepeppten Spielen der Fall wie beispielsweise Quizshows, bei denen die Fragen mittels DVD eingebracht werden. Früher wurden dazu Kärtchen verlesen, doch macht das Ganze in visueller Form natürlich wesentlich mehr Spaß. Gleiches gilt offenbar weiterhin für die unvermeidlichen PlayStation- und Gameboy-Terminals, an welchen die neuesten Games getestet werden konnten.

Professionelle und vertriebsunabhängige Information gab es unter anderem beim Stand der Jury Spiel des Jahres, wo Synes Ernst und Tom Felber, die beiden Schweizer Jurymitglieder, Rede und Antwort standen und sich des Ansturms der Interessierten kaum erwehren konnten. Kaum eine Ruhepause gab es außerdem bei den zahlreichen Tischen, an denen alle möglichen Spiele der einzelnen Verlage ausprobiert werden konnten und freie Plätze echte Mangelware waren. Die Suisse Toy scheint sich so endgültig von einer reinen Schau- zu einer Spielmesse gewandelt zu haben, die selbst bei eher ungünstigem Wetter ihr Stammpublikum anzuziehen vermag.