Warum gähnen alle beim Erklären der Spielregel?

Ein tiefenentspannter Besuch bei Dr. G. Ame

ein Spiele-Artikel von Riemi - 25.03.2015
Dr. G. Ame
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Immer wenn jemand im Reich der Spiele nicht mehr weiter weiß, besucht er Dr. G. Ame. Bei einer Tasse Tee kann man mit ihm Spielerprobleme besprechen. Manchmal enthalten seine Antworten auch Sinn. Neulich beim Doktor: „Warum!? Warum fängt mein Umfeld beim Regelerklären an zu gähnen? Kennen Sie das? Kurz nach dem man anfängt ein Spiel zu erklären …"

"Gähhhn!"

"Hallo!? Mittlerweile achte ich bewusst darauf. Es passiert immer wieder. Regel erklären …"

"Gähhhn.“

Von tiefenpsychologischer Wirkung des Spieleerklärens ...

„Liegt es an mir Dr. G. Ame? Herr Dr.?"

"Gähhhn"

"Herr Dr.!“

"„Ja bitte? Oh, Herr Riemi. Seit wann sind Sie denn da?“

„Oh Mann! Lieber Dr. G .Ame, ich erkläre und erkläre Spiele. Wieso fangen die Mitspieler an zu gähnen?“

„Lieber Herr Riemi, ich darf Sie doch so nennen, die Frage ist doch, wie erklären Sie Spiele?“

„Wie man halt Spiele erklärt: Thema, Mechanismus und Spielziel. Kinder vermag ich zu begeistern, Erwachsene, speziell Frauen, gähnen.“

"Nun, Herr Riemi, da kommen Sie der Sache schon von selbst näher. Also, wenn das so ist: Was sagt denn Ihre Frau dazu?“

"Herr Dr., meine Frau sagt dazu: Wieso erklärst du Spiele immer nach neun Uhr? Was kann ich denn dafür, wenn wir nicht früher zum Spielen kommen?“

„Hm? Herr Riemi, am einfachsten wäre es, die Zeit zu ändern. Warum versuchen sie es nicht einfach mal früher? Denn Ihre Frau hat halt noch ganz viele andere Gedanken im Kopf. Während Ihre Gedanken ganz auf ein Spiel fokussiert sind, denkt und plant Ihre Frau weiter. Frauen sind eben so. Da können wir Männer sonstwas machen. Und dann kommen Sie mit einem neuen Spiel und Regeln. Die Folge: 'Gähn!' Jemandem beim Regelerklären zuzuhören, entspannt zudem. Wie in der Schule. Ab einem bestimmten Punkt hören wir zwar noch was, aber nicht mehr zu und schweifen mit unseren Gedanken ab. Die Folgen kennen Sie bereits: Müdigkeit. Vielleicht haben Sie eine neue Form der Entspannungstechnik erfunden.“

„Herr Doktor G. Ame, ich bin doch kein Guru. Ich möchte spielen. Soll ich mir mir den Kopf kahl rasieren, eine bunte Gardine um die Schulter schmeißen, Regelpassagen von Spielen als Mantra runter beten? Und dann?“

„Dann, Herr Riemi, werden Sie entweder berühmt oder Sie kommen zu mir in die Praxis. Ich bräuchte da noch jemanden …“

... und die geschlechtsspezifische Wirkung der Shoppingvorfreude

„Oh Herr Doktor, schauen sie mal auf die Uhr. Mensch, ich hab doch meiner Frau versprochen mit ihr noch zum Latenight-Shoppen zu gehen. Da ist sie immer hellwach. Nur, ich fang dann immer an zu gähnen und bin so müde. Schrecklich dieses Einkaufen am späten Abend. Bis bald Herr Doktor!“

Zufrieden lehnte sich Doktor G. Ame (dem Doktor dem die Spieler im Reich der Spiele vertrauen) in seinen Lehnstuhl zurück, nahm die neuste Ausgabe eines berühmten Spielemagazins in die Hand. Irgendwie, dachte er, irgendwie sollten die beiden Spiele shoppen gehen ... Dann schlief er selig ein.