Andreas Schmidt über Justice League und neue Superhelden

Mit Lizenz für erweitertes Würfeln

ein spielerischer Artikel von Michael Weber - 21.08.2016
Justice League - Hero Dice - Flash und Green Lantern - Foto Heidelberger Spieleverlag

Andreas, du hast beim Heidelberger Spieleverlag letztes Jahr Justice League - Hero Dice veröffentlicht. Bist du mit der bisherigen Resonanz auf das Spiel zufrieden?
"Sehr zufrieden, allerdings warten doch viele auf die neue Helden, die das Spiel erst dann  zu dem angedachten Justice League-Spiel machen."

Bitte erkläre unseren Lesern noch einmal kurz, worum es bei diesem kooperativen Spiel geht.
"Jeder Spieler spielt einen Helden und hat dann natürlich dessen heldenspezifische Fähigkeiten. Jeder Heldenwürfelsatz funktioniert deshalb auch komplett anders als die anderen. Im Spiel geht es darum, dass verschiedenste Schurken in die Stadt gelangen wollen. Erstmal dort angekommen, geht’s mit der Verwüstung los. Die Helden versuchen die Gegner möglichst effizient aufzuhalten und auszuschalten. Sonderfähigkeiten und auch zusätzliche spezielle Heldenkarten sind rar gesät und müssen mit Bedacht eingesetzt werden. Absprachen unter den Spielern sind lebensnotwendig, damit der Erfolg kommt."

Was ist deiner Meinung nach treibende Kraft für den Spielspaß bei Justice League?
"Jedes Spiel ist neu und eine Herausforderung. Die Würfel sind natürlich glücksabhängig und müssen durch Karten und geschickte Vorgensweisen der Spieler unterstützt werden."

Bisher sind zwei Superhelden erschienen: Superman und Batman. Zur Spielemesse in Essen 2016 erscheinen Green Lantern und Flash. Auf welche spielerischen Änderungen können sich die Fans von Justice League damit freuen? Was bieten die beiden Boxen?
"Natürlich sind neue Würfelsätze mit komplett neuen Würfelmechanismen dabei und viele neue Gegner."

Wird es weitere Superhelden geben, die das Spiel ergänzen? Oder Erweiterungen zu diesen vier Heldenboxen?
"Wir planen zur Zeit die nächsten Helden: Wonder Woman, Aquaman und Cyborg."

Fans würden sich vermutlich freuen, wenn sie die Superhelden sortiert in eine Box verstauen könnten. Ist so eine Veröffentlichung absehbar?
"Ich denke die jetzigen Boxen sind so hochwertig, dass es eine kleine Schande wäre, diese in eine andere Box zu packen ;) Jeder der die Boxen sein Eigen nennt, weiß was ich damit meine. Der Heidelberger-Spieleverlag denkt aber natürlich auch an Bundle-Angebote nach wie z. B. zwei Helden in einer Box oder sogar vier."

Justice Dice hat einen kooperativen Ansatz. Die Spieler kämpfen gemeinsam gegen Schurken und Feinde. Warum hast du diesen Mechanismus gewählt? Wäre es nicht auch spannend, zwei Spieler gegeneinander antreten zu lassen? Ist gar eine Box geplant, die Schurken und Bösewichte beinhaltet?
"Beides angedacht und wer weiß ..."

Justice League nutzt eine DC-Lizenz. Ab wann wusstest du, dass du die Lizenz nutzen kannst und welchen Einfluss hatte das auf den Spielmechanismus? Gab es besondere Herausforderungen zu meistern?
"Natürlich ist es schwer, erst einmal den Verlag zu überzeugen, ein Spiel, in diesem Fall sogar mehrere, mit dieser starken Lizenz zu veröffentlichen. Der Verlag muss hier hohe Lizenzgebühren zahlen und entsprechend an das Produkt glauben; danke dafür. Der Mechanismus des Spiels basiert natürlich auf den Helden an sich und deren zugehörigen Universen. Die Helden haben immer unterschiedlichste Fähigkeiten und müssen entsprechend dargestellt werden."

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