Fans hochwertiger Spiele des Verlags dlp aus Herzogenrath dürfen sich auf den Herbst freuen. Wenigstens zwei eigene Spiele und darüber hinaus ein paar aus dem Partnerprogramm werden zur SPIEL ’26 fertig. Zwei der Spiele aus der eigenen Schmiede konnten wir vorab spielen.
Loyalty – Rome

Bei diesem Spiel des bisher eher unbekannten Autors Nicholas Paschalis ringen 2-4 Spieler als Senatoren und deren Boten im Tempel des Pantheons um Siegpunktplättchen, die sie mittels Grüppchenbildung auf einer Kartenauslage erringen können. Die Karten sind dabei nur Mittel zum Zweck und helfen mit Funktionen, zu Extrasiegpunkten und Geld zu kommen. Ein bisschen Worker-Placement, ein bisschen Mehrheiten und ganz viel Interaktion, die durchaus Ärgerpotenzial birgt, verspricht dieses frisch wirkende Spiel, das in Essen zu erhalten sein wird. Tipp: nicht verpassen!

Underwood
Von Remo Conzadori (Amul, Manitoba, Captain Flip) und Andrea Mainini (Polaris, Sails of Glory) (alle Spiele jeweils mit Co-Autoren) kommt Underwood. Eine Menge unterschiedlich großer, aus Hexfeldern bestehenden Plättchen wird auf dem Tisch ausgelegt – der Waldboden. Darauf setzen die Spieler zunächst Myzel-Plättchen ein, aus denen später durch Umdrehen des Plättchens ein Pilz wird – an den man dann wieder Myzel-Plättchen anlegen darf bzw. muss.

Liegen Plättchen von anderen Spielern im Weg, werden diese überbaut und der Besitzer erhält eine kleine Entschädigung. Ziel dabei ist es, auf den einzelnen Waldbodenplättchen Mehrheiten zu bilden, denn dann bekommt man diese am Spielende als Punkte. Das eigentlich abstrakte Spiel bekommt einen Naturanstrich. Grafisch schön aufgearbeitet und mit kurzer Spieldauer von deutlich unter 30 Minuten kann es unterhalten. Im Spielmaterial enthalten sind ein paar kleinere Module, die etwas Varianz in den Spielablauf bringen.

Angekündigt für Essen
Zwei weitere Titel von Partnerverlagen stehen für Essen 2026 bereit: -60° (Alexander Pfister und Peter Prinz, Nanox Games), und die dritte Erweiterung der Pirates of Maracaibo: Shipbuilders (Alexander Pfister, Ryan Hendrickson, Game’s Up). Bei -60° muss die Antarktis mit einem Netzwerk an Stationen überzogen und erforscht werden. Die Erweiterung zum schwergewichtigen Maracaibo kommt mit neuen Schiffen, die an neue Herausforderungen angepasst werden müssen.

