Aussortieren und Verkleinern ist nicht einfach …
Das Projekt 2028 schreitet seit 2023 schleppend voran. Wer sich nicht mehr erinnern kann, was das für ein Projekt ist: Ich möchte bis zum 31.12.2028 meinen Keller, der jetzt noch mit Spielen gefüllt ist, so ziemlich leergeräumt haben. Was aber gar nicht so einfach ist.
Umzugskarton um Umzugskarton, gefüllt mit Spielen, haben diesen Keller seit zwei Jahren schon zahlreich verlassen. Meistens als Spende für die Spiele-AG einer Grundschule und Spiele nicht älter als zwei Jahre für die örtliche Bibliothek. Sehr wenige alte Spiel konnte ich verkaufen. Es wird aber gefühlt nicht weniger. Obwohl – ich komme wieder fast überall dran.
Die emotionale Bindung erschwert das Aussortieren
Es ist ja noch Zeit bis 2028, und mein eigentliches Problem ist, mit vielen Spielen bin ich emotional verknüpft. Es fallen mir halt immer passende Geschichten zu den Spielen ein. Entweder, unter welchen Umständen ich sie bekommen oder gekauft habe (okay, nicht bei allen), oder die grandiosen Partien mit den lustigen Sprüchen. Spiele, die ich mit Leuten gespielt habe, die längst verstorben sind. „Sammeln ist einfach“, sagte mal ein Spielekumpel von mir. Was mich aber trotzdem antreibt:
Ich möchte selbst entscheiden, was ich mit meinem Fundus mache.
Das ist mir schon mal gelungen. Ich bin mir sicher, in drei Jahren bekomme ich mein Projekt hin.

Einiges darf bleiben, der Rest muss raus
Der nächste Karton ist schon gepackt und mich erfüllt der Gedanke mit Freude, dass mit diesen Spielen weitergespielt wird. So lange, bis sie auseinanderfallen. So wie unser San Juan von Andreas Seyfarth. Der Karton hat Kitschen. Die Karten sind nicht gesleevt. Dieses Spiel altert mit. Wir spielen es fast immer zu zweit und jede Partie ist so spannend, weil wir das Ding im Schlaf runterrocken können. Ob meine Frau ein Sechser-Gebäude auf der Hand hält, sehe ich an ihrer Spielweise oder dem versonnenen Lächeln. San Juan wird natürlich bleiben.
Zwei große Regale als Endziel
Was noch 2028 bleibt? Wir werden sehen. Mein Plan ist es, die zwei großen Regale zu behalten, die ich als erstes gekauft habe. Ich schätze, so an die 100 Spiele bekomme ich da unter.
Das Schöne ist, es kommen auch immer wieder neue Gesellschaftsspiele und ich freue mich jedes mal auf neue Geschichten rund um diese Spiele. Aber ich behalte sie nicht mehr dreißig Jahre und ich muss mir nicht mehr alles besorgen, was ich gut finde. Entweder ich gebe sie spätestens nach einem Jahr ab (Spiele-AG oder Bibliothek), oder ich mache so jemanden damit glücklich, weil eine Person aus einer Testrunde besonders viel Spaß an dem Spiel hatte.
Was ich jetzt auch mache: Gesellschaftsspiele aus der Bibliothek ausleihen. e-Mission war so ein Spiel. Es juckt mich zwar, es mir noch zuzulegen … Aber warum, während ich doch am Projekt 2028 arbeite? Ihr seht, es ist nicht einfach.
