So wird die Spiel '22

Ausblick auf die Messe in Essen

ein Spiele-Artikel von Axel Bungart - 09.09.2022
Ausblick auf die Messe in Essen 2022
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wer am 06.10.2022 um wenige Minuten nach 10 Uhr den SPIEL-GUIDE des Merz Verlages in die Hand gedrückt bekommt, weiß: Es ist wieder so weit. Die SPIEL hat begonnen! Riemi hat uns mit seinem Vorbericht zur SPIEL ’22 ja schon emotional aufs Gleis gesetzt – so wir nicht eh schon darauf fuhren. Jetzt kommen noch ein paar Zahlen, Fakten, Daten zu der Messe der Messen für Brettspielbegeisterte.

Das erwartet uns auf der SPIEL ‘22

Nach der SPIEL ‘21, die nur unter großen Anstrengungen überhaupt stattfinden konnte und somit von Beschränkungen gezeichnet war, wird es dieses Jahr wieder voll in jeder Hinsicht: 950 Spieleverlage aus 56 Nationen stellen den Besuchern rund 1.800 Neuheuten vor. Eine schier unfassbar große Menge an Neuheiten, die sogar das Vor-Corona-Niveau bei weitem übersteigt. Sie ist nicht zuletzt Spiegelbild für die in der Pandemie geradezu gespenstisch gestiegenen Umsatzzuwächse, die ihren Höhepunkt bei ca. 21 % erreicht hatten. Auch zeugt dies davon, dass wieder alle großen Player dabei sein werden, die sich 2021 noch in Zurückhaltung übten. Wo sich die Branche in diesem Jahr befindet, werden wir in vier Wochen auf der Pressekonferenz (PK) zur Messe hören.

Erstmals als Tochtergesellschaft der Spielwarenmesse eG stellt sich der Merz Verlag, wie gewohnt mit Dominique Metzler als Chef im Ring, den Herausforderungen in diesem Jahr, das noch immer nicht zum Normalzustand zurückgekehrt ist. Das bedeutet insbesondere, dass weiterhin Maskenpflicht auf der Messe besteht, und zwar rund um die Uhr und für jeden. Es ist davon auszugehen, dass dies auch weiterhin besondere Bedingungen an den Ständen der Verlage mit sich bringt.

Das ist das Programm der SPIEL ‘22

Wie immer startet die Messe für die Presse bereits am Mittwoch, 05.10.22, mit der Pressekonferenz, der Neuheitenschau und der Kürung der Gewinner des Deutschen Spielepreises sowie des innoSPIELs, dem Kreativpreis des Merz Verlages.

Schon etabliert hat sich der Educator‘s Day für Pädagoginnen und Pädagogen, bei dem man am Messefreitag Anregungen für den Einsatz von Spielen in Schulen sowie in der Gemeinde- und Seniorenarbeit erhalten kann (Saal Europa).

In mehreren Podiumsdiskussionen insbesondere am Messesamstag gehen die Teilnehmer das Thema Spiel von der wissenschaftlichen Seite an und stellen u. a. die Frage, was die Krise mit der Spieleszene macht (Saal Berlin, 15-16 Uhr). Eine Jahresausstellung der Europäischen Spielesammlergilde (ESG) zeigt fünf namhafte Spieleautoren und wie sie die Spielelandschaft beeinflusst haben (Halle 4, E102).

Die SPIEL-App kommt

Neue Wege geht man mit einer App zur SPIEL. Sie soll Informationen zu den Ausstellern und deren Neuheiten bieten sowie als Servicetool eine Merkliste. Die App soll ab Mitte September in den bekannten Stores zum Download bereitstehen. Damit ist man der offiziellen App zur games.com einen Schritt voraus, die erst im kommenden Jahr scheinen soll.

Noch kein Alltag auf der SPIEL

Welche Besucherzahlen die Messe dieses Jahr erwarten darf (und muss), ist offen. Ebenso wie bei der games.com ist eher nicht mit einem neuen Besucherrekord zu rechnen, wenngleich es keine – aus Besuchersicht - so entspannte Messe wie 2021 geben wird. Auch sind Lieferengpässe wegen nach wie vor verzögert arbeitender Lieferketten nicht überwunden, doch dürften sich die Verlage aus Marketingsicht mittlerweile besser darauf eingestellt haben. Lange Gesichter wegen nicht eingehaltener Lieferversprechen sollte es somit hoffentlich nicht geben. Welches Preisniveau Spiele nicht zuletzt deswegen zwischenzeitlich erreicht haben werden, ist eine der Fragen, auf die man lieber eine andere Antwort haben möchte.

Der Countdown läuft jedenfalls und das gar nicht mehr so lange. Ich halte es daher noch mal mit Riemi: Wir sehen uns in Essen!

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