Fits: Physiker schlägt Mathematiker

Meister tritt gegen Spiele-Erfinder an und gewinnt

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 11.10.2011
Steven Lade (l.) und Reiner Knizia (r.) in London  von Ravensburger
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Fits ist ein kleines abstraktes Legespiel a la Tetris. Schnell zu erlernen, aber in den Feinheiten trickreich und etwas für Menschen mit gutem räumlichen Denkvermögen. Denn Ziel ist es, 16 Spielsteine so anzuordnen, dass möglichst keine Lücken entstehen. Natürlich mit der großen Unbekannte: Welches Plättchen kommt wann ins Spiel.

Das klingt nach Naturwissenschaften. So ist es kein Wunder, dass der Fits-Meister 2011 ein promovierter Physiker ist: Steven Lade. Der Australier ist in Dresden heimisch und setzte sich im April im Finale durch. Zuvor standen 48 Vorausscheidungsturniere auf dem Programm der Meisterschaft des Spiels von Ravensburger. Insgesamt 1.000 Konkurrenten konnten den neuen Fits-Meister nicht das Wasser reichen.

Der Hauptpreis für Steven Lade war ein Besuch in London beim Fits-Erfinder Reiner Knizia. Der erfolgreiche Spieleautor ist selbst promovierter Mathematiker. Eine interessante Konstellation, um eine Partie Fits zu spielen. Lade setzte sich gegen Knizia durch und schlug auch den Spieleerfinder. Physik hat bei Fits diesmal über Mathematik gesiegt.

Die bei Fits zugrunde liegenden Steine a la Tetris machen übrigens auch als Dekoration eine gute Figur. Neben verschiedenen anderen Dingen gibt es zum Beispiel sehr ansprechende Deko-Lampen. Das sind echte Hingucker für Spielefans, denn sie bestehen aus verschiedenen, jeweils andersfarbigen Tetriselementen, die miteinander zu einer abstrakten Form verbunden sind. Die einzelnen Steine werden dabei von Innen beleuchtet und sind ein echter Hingucker. Ist die Lampe eingeschaltet, hat man das Gefübhl, man wäre selbst mittem in einer Partie Tetris. Vielleicht könnte Ravensburger als Hersteller des Brettspiels Fits diese bunte Retro-Lampe mal als Preis für eine der nächsten Weltmeisterschaften stiften. Dann macht der Sieg über Dr. Reiner Knizia doppelt viel Spaß.

Quelle: 
Ravensburger