Die diebische Elster

eine Spielerezension von Claudia Stroemer - 31.07.2007
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Die diebische Elster von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Vier Mädchen haben beim Spielen im Schloss einen Stoffsack voller Ringe entdeckt. Die diebische Elster möchte sich diese zueigen machen. Das ist die Geschichte, die hinter diesem Würfelspiel steckt. Die Spieler schlüpfen jedoch nicht in die Rolle der Mädchen, sondern versuchen, jeder für sich, die meisten Ringe zu ergattern.

Auf dem Spielplan ist ein Teppich mit im Kreis angeordneten, farbigen Spielfeldern abgebildet. Um den Teppich herum befinden sich die vier Mädchen, die allerdings nur als Richtungsweiser im Uhrzeigersinn dienen.Die Ringe, welche aus Moosgummi bestehen, kommen in den Baumwollbeutel. Dieser soll, laut Spielanleitung, in der Mitte des Teppichs abgelegt werden, was aus Platzmangel auf dem Spielplan jedoch nicht möglich ist. Egal, wenn er daneben liegt funktioniert es ebenso gut.Als Spielfigur dient eine Elster aus Holz, die eigentlich ein Rabe ist, denn Elstern sind bekanntlich schwarz und weiß.

Damit es losgehen kann, wird die Elster auf ein beliebiges Farbfeld gestellt und das jüngste Kind beginnt zu würfeln. Auf dem Würfel sind die Farben der Felder und die Symbole Ring und Elster abgebildet.Je nach Würfelergebnis wird die Elster auf den Farbfeldern weiter gezogen. Gerät man auf ein Feld mit Ringsymbol, so wird ein Ring aus dem Beutel gezogen und laut angesagt, um welche Farbe es sich handelt. Alle müssen ihn sehen, damit sie sich die Farbe auch merken können. Der Ring darf behalten und umgedreht vor dem Spieler aufbewahrt werden. Das gleiche wird gemacht, wenn ein Ring auf dem Würfel erscheint. Beim Elster-Symbol darf sich ein beliebiger Mitspieler ausgesucht werden, der mindestens einen verdeckten Ring vor sich liegen hat. Nun wird eine Farbe genannt. Stimmt diese mit dem Stein am Ring überein, so darf das Kind den Ring an sich nehmen. Es gibt auch eine Variante, in der die Elster vor das ausgesuchte Kind gestellt wird und dieses dann, falls die Farbe richtig genannt wird, den Ring auf den Schnabel des Vogels hängt.Wer drei Ringe einer Farbe gesammelt hat, darf sie sich an den Finger stecken.Nachdem der Beutel leer ist, wird gezählt, wer am meisten Ringe an den Fingern hat und somit der Gewinner ist.

Ein unterhaltsames Würfelspiel, das die erfreuliche Nebenwirkung hat, schon kleineren Kindern ein wenig Gedächtnistraining beizubringen.Die Finger voller wohlverdienter Ringe zu haben, macht wohl den Reiz dieses Spieles aus. Und das gilt nicht nur für Mädchen (jeden Alters), sondern die Jungs werden ebenso zu stolzen Ringträgern.Schade nur, dass die Elster-Spielfigur nicht nach dem Entwurf der Autorin/Illustratorin gefertigt wurde, sondern tatsächlich aussieht wie ein Rabe. Das verringert den Spielspaß jedoch keineswegs.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
10
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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