Weihnachten: Ärger spielerisch vermeiden

Wenn es unterm Baum kracht, hat man etwas falsch gemacht

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 06.12.2013
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Weihnachten ist in vielen Familien der wichtigste Feiertag im Jahr. Daher soll auch alles wie geplant klappen und die Liebsten sich voller Freude unter dem Tannenbaum versammeln. Doch der Wunsch nach einem perfekten Weihnachten steigert den Stress und die Erwartungen. Schnell sind die Menschen gereizt und es kommt zum Krach. Die Fachgruppe Spiel weist darauf hin, dass Gesellschaftsspiele hier ein Weg sind, um Streit zu vermeiden, die Anspannung aufzulösen und gemeinsam Spaß zu haben.

Fritz Gruber, der für die Pressearbeit der Fachgruppe Spiel verantwortlich ist, beschreibt die Wirkung des Spielens so: „Spielen schafft emotionale und psychosoziale Freiräume – und Spielen verschafft heterogenen Gruppen eine gemeinsame Interessensbasis, eine eigene Welt, in die man für einige Zeit gemeinsam abtaucht. Das klassische Gesellschaftsspiel hat sich längst als die ideale Plattform bewiesen, auf der verschiedene Generationen zufrieden und gut gelaunt nach den gleichen Regeln agieren und in der gleichen Sprache kommunizieren; auf der Paare für einige Zeit im spielerischen Gegeneinander die weihnachtliche Harmoniesucht konterkarieren können; auf der Paare und Singles sich zwanglos treffen, ohne die ständige Besorgnis, dass die am seidenen Gesprächsfaden hängende Kommunikation abreißt und, einem Damoklesschwert gleich heruntersausend, die weihnachtliche Stimmung in Stücke schlägt.“

Daher sind Gesellschaftsspiele nicht nur ein hervorragendes Mittel, um die Zeit bis zur Bescherung zu überbrücken, sondern auch gemeinsam nach der Bescherung etwas Spannendes zu erleben, was Spaß macht und fernab der Realität Freude bereitet. Das scheint bitter notwendig zu sein. Denn der Wunsch nach einem guten Fest voller Liebe endet oft in Streit. Fritz Gruber nennt eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), nach der 40 Prozent der Familien in den alten Bundesländern und 23 Prozent der Familien in den neuen Ländern einräumen, dass es Weihnachten zu einem Familienkrach kommen kann. Das nennen Psychologen emotionalen Erfolgszwang.

Eben dieser Zwang lässt sich nach Meinung des Spiele-Experten Fritz Gruber durch den Freiraum Spielen auflösen. Denn ein Gesellschaftsspiel hat Regeln und gibt einen spielerischen Rahmen vor, der die Menschen dazu bringt, sich für die Dauer des Spiels von den Konventionen, Verhaltensmustern und sozialen Zwängen des Alltags zu befreien.

Die Fachgruppe Spiel betont in dem Zusammenhang, dass ein entspannendes Spiel(en) Grundregeln folgt. Denn das ausgewählte Spiel sollte für alle Spieler sehr leicht zu verstehen sein und gleiche Siegchancen für alle Beteiligten bieten. Gerade beim generationenübergreifenden Spielen sind leichte und nicht zu lange Familienspiele die beste Wahl. Welche Gesellschaftsspiel besonders geeignet sind, zeigt das Online-Magazin Reich der Spiele. Unter dem Titel „5 Spiele für jede Gelegenheit“ präsentieren die Spiele-Experten Empfehlungen, die besonders gut als Weihnachtsgeschenk geeignet sind. Ein Tipp der Redaktion: Vor dem Schenken die Anleitung lesen, um unter dem Baum sofort losspielen zu können.

Quelle: 
Fachgruppe Spiel, Pressebüro Fritz Gruber, eigene Recherche

Kommentare

Damit es nicht doch unter dem Baum kracht, sollte man sich vorbereiten. Niemals sollte man ein neues Spiel im Beisein der anderen Spieler  unter dem Baum gemeinsam erlernen. Der Kapitalfehler: Ich lese mal eben schnell die Regel vor und ihr könnt danach das Spiel. Macht nur Stress. Oder wie sagte ein Kind mal zu seiner Mutter, als diese zugeben musste, ich kapier die Regel nicht: "Bist du doof!?" Das bringt echt miese Stimmung am Weihnachtstag! Und genau das will man doch gerade an einem solchen Tag vermeiden.