Dino-Deal

Saurierstarker Kartenkampf

eine Spielerezension von Riemi - 15.10.2011
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Dino-Deal von Kosmos
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Immer wenn man meint, die Viecher sind tot, sind sie wieder da. Gemeint sind hier nicht die Fruchtfliegen in unserer Küche, sondern die seit Millionen von Jahren ausgestorbenen Dinosaurier. Die kleine Kartenschachtel stimmt die Spieler ab sieben Jahren auf einen Kartenkampf mit Dinos ein.

Jeder Spieler bekommt drei Dealkarten in den Farben grün, gelb und rot. Natürlich mit neutraler Kartenrückseite. Wenn von einem großen Stapel vier Karten aufgedeckt wurden, kann zum ersten Mal „gedealt“ werden. Die drei Farben sind auch hier im großen Kartenstapel vertreten. Verdeckt legt jeder Spieler eine Dealkarte ab. Hintergrund: Die Spieler wollen Karten gewinnen, und dazu müssen sie einfach nur als einziger mit ihrer gelegten Farbe vertreten sein. Wem dies gelingt, kann die Karte/n in der gleichen Farbe sofort einsacken. Die anderen müssen sich erst noch um die Karten kloppen.

Die Spieler, die die gleiche Farbe abgelegt haben, würfeln. Dabei geht es (um die Spielanleitung zu zitieren) spannend zu. Und in der Tat baut sich sofort Anspannung auf. Denn entweder bleibt man im Wettkampf um die Karten, oder man scheidet aus. Das Ausscheiden kann verschieden hart sein. Wenn es gut läuft, darf sogar die Dealkarte zurück auf die Hand genommen werden. Oder es trifft einen knüppelhart, und die Dealkarte bleibt liegen und steht in der nächsten Runde nicht zur Verfügung.
Wer als einziger Übrig bleibt, darf sich freuen und die Karten einsacken. Kartenbank wieder auf vier Karten auffüllen, und weiter geht es. Am Spielende, wenn der Kartenstapel leer ist und die letzte Dealrunde durch, zählt jeder seine Karten. Wer die meisten Karten hat, gewinnt.

Dino-Deal kommt erst locker daher. Als Erwachsener ist man von der Kartenschachtel nicht so recht begeistert. Es sieht für mich als Vater eher abschreckend aus, wenn so ein Saurierschädel mit aufgerissenem Maul abgebildet ist. Dazu lässt die Ankündigung auf der Schachtel ("Saurierstarker Kartenkampf") Böses ahnen. Kinder sehen natürlich nur einen coolen Dino.

Das Spiel selber ist dann eine angenehme Überraschung. Der Mechanismus wirkt wie der von einem großen Familienspiel und macht richtig Laune. Es spielt sich wirklich spannend, und selbst Kinder unter sieben Jahren lassen sich von diesem Spiel einfangen. Sogar Erwachsene, die sonst nicht so gerne spielen, machen gerne mit. Dazu sind die Regeln simpel. Von daher ist Dino-Deal eine Art Einstiegsdroge in die Welt der Gesellschaftspiele und wie geschaffen als kleines Geschenk für Dinoliebhaber. Denn die sterben nämlich auch nicht aus. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
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