Gackerei ums Hühnerei

Wer brütet am schnellsten

eine Spielerezension von Riemi - 20.06.2010
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Gackerei ums Hühnerei von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

„Ich glaub, ich bin ein Huhn …“ mag sich manch ein Erwachsener denken, wenn er sich die Spielregel zu Gackerei ums Hühnerei erarbeitet. Um es kurz zu fassen: Man brütet und gackert. Für einen Erwachsenen gar nicht so einfach. Kinder haben da weniger Berührungsängsten, und so hören sie gespannt zu, was von ihnen verlangt wird.

Zuerst muss jeder Spieler fünf Runden verschiedenfarbige Bildplättchen mit Kükenmotiv vom verdeckten Stapel, mit der Bildseite nach unten, auf seinen Stuhl legen. Danach setzt man sich drauf und brütet ein wenig. Ein Hühnernest aus Plastik wird in die Tischmitte gelegt. Man macht es sich im „Hühnerstall“ gemütlich. Doch mit der Gemütlichkeit ist es schlagartig vorbei, wenn der Würfel, der die zu suchende Farbe vorgibt, von einem Spieler gewürfelt worden ist. Nun springen alle Spieler von ihren Stühlen auf und drehen mit einer Hand jeweils ein Plättchen um. Wenn die Farbe nicht passt, wird das Plättchen wieder umgedreht. Passt es, wird das Plättchen in das Nest „gehauen“ und der Spieler gackert los. Anschließend darf er das Plättchen behalten und nimmt sich vom verdeckten Stapel ein Neues. Wer fünf Plättchen auf diese Weise „ausbrütet“, gewinnt.

Es gibt noch ein Fuchsplättchen. Wer den Fuchs aufdeckt, legt ihn in das Nest, hält die Hand drauf und ruft „Achtung Fuuuuchhhsss!!“ (gemeint ist dann der Fuchs). Wer jetzt als Letzter seine Hand auf das Nest legt, muss leider ein gefangenes Huhn wieder abgegeben.

Die einfachen Spielregeln mit körperlicher Ertüchtigung bringen richtigen Schwung am Spieltisch und begeistert Kinder und Erwachsene. Sofern die kleinen und großen Spieler die körperlichen Strapazen bewältigen können. Wer braucht da schon eine Wii.

Es macht den Kindern einfach Spaß, in die Höhe zu springen, wie wild die Plättchen umzudrehen und wenn sie dann auch noch ganz knapp vor einem anderen Spieler das Hühnchen ins Nest legen können, sprechen die Blicke Bände und der Kampfgeist ist geweckt. Wir Erwachsenen hingegen, müssen uns vor der Schnelligkeit der Kinder meistens geschlagen geben, wenn wir uns nicht anstrengen. Spieltipp: Wem es zu schnell geht, sollte mal ein Blick auf den Stuhl des entsprechenden Spielers geworfen werden. Vielleicht liegen „aus Versehen“ die Küken-Chips offen auf der Sitzfläche – kann ja mal im Eifer des Gefechts vorkommen. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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