Wo ist Leo?

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 19.09.2010
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Wo ist Leo von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der kleine, weiße Terrier Theo soll auf den gefährlichen Löwen Leo aufpassen. Doch, wer hätte es gedacht - er ist ausgebüchst.

Zu Spielbeginn nimmt sich jeder Spieler einen der bunten Holzknochen und legt ihn vor sich ab. Die sind leider etwas sehr klein geraten, um sie vernünftig greifen zu können. Theo, eine Holzfigur, steht in der Mitte eines Kreises mit den Ortskarten auf denen Tiere abgebildet sind, die Theo verraten wollen, wo Leo ist. Theo wird vor einer Ortskarte abgestellt und der erste Spieler deckt eine der vier Ortskarten auf, die zuvor zur Seite gelegt wurden. Jetzt wird es turbulent, denn alle Spieler suchen gleichzeitig nach der Karte mit dem Ort, den das jeweilige Tier angibt. Von dort geht es weiter zum nächsten Ort. Die Suche dauert so lange, bis der genannte Ort nicht mehr gefunden werden kann auf den Karten. Unter der letzten Karte muss sich Leo verstecken. Der Spieler legt schnell seinen Knochen auf die Karte, von der er glaubt, es sei Leos Versteck. Alle anderen legen auch noch schnell ihren Knochen auf einen Ort und es folgt die spannende Kontrolle. Es darf aber immer nur ein Knochen auf einer Karte liegen. Also heißt es möglich schnell sein. Was nicht immer einfach ist, denn Leo versteckt sich immer unterschiedlich weit. Mal ist es schon die erste Karte, mal war er länger unterwegs. Wurde Leo gefunden, erhält Theo zur Belohnung einen Napf. Lag Theo falsch, muss der Spieler, wenn er hat, einen Napf wieder abgeben. Das Spiel endet, sobald ein Spieler vier Näpfe vor sich liegen hat.

Man muss sich bei diesem Spiel gut konzentrieren und sehr schnell sein. Wo ist Leo fördert das Zuordnen und genaue Hinschauen. Es ist ein lustiges Spiel, was sich auch gut als Familienspiel eignet. Es ist schnell gespielt und je nach Spielerzahl kann man auch ein höheres Spielziel ausmachen, da ausreichend Näpfe dabei liegen. Wer sich nicht so gut konzentrieren kann, kann natürlich auch weniger Näpfe vereinbaren. Die Spielanleitung könnte in der Formulierung nachgebessert werden, denn sie ist beim ersten spielen etwas verwirrend, da dort empfohlen wird, alle Karten verdeckt auszulegen, obwohl sie zum Spiel offen ausliegen müssen. Außerdem soll man den Knochen auf das Versteck legen, was aber gar nicht möglich ist, weil genau diese Karte ja fehlt. Man kann die Karten auch gleich mischen und einfach auslegen. Die Karten sind sehr stabil und schön gezeichnet, allerdings so bunt, dass man sehr genau hinschauen muss. Denn das Symbol, das von dem Tier genannt wird, ist gleichzeitig der Hintergrund der nächsten Karte. Man muss abwechselnd auf die Sprechblase und dann wieder auf den Hintergrund schauen. Schade ist auch, dass man Leo dann nicht wirklich finden kann. Man muss sich vorstellen, dass er da ist, was einem aber in dem Kartenwirrwarr nicht gerade leicht fällt. Vielleicht hat man auch nur nicht richtig geschaut. Schade, dass eine eigentlich interessante Spielidee an Kleinigkeiten krankt. Ansonsten für die Zielgruppe sicher empfehlenswert, mit Spielmaterial in gewohnter Haba-Qualität.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5 - 99
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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