Formula Dé

eine Spielerezension von Michael Weber - 30.06.2001
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Formula De von Eurogames
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Formula Dé ist inzwischen weltweit zu einem Kultspiel geworden. Die Autorennsimulation von Eurogames ist mit Sicherheit eine ganz großartige Umsetzung des Rennsportzirkus' auf das Spielbrett. Vorteil dieses Spieles und damit wohl auch Ursache für die Beliebtheit sind die Regeln, die von einfachen Basisregeln stufenweise bis zu Profiregeln Spieler aller Art ansprechen.

Jeder Spieler erhält ein (bzw. zwei) Autos, die in Rennen über ein bis drei Runden auf Originalstrecken nach empfundenen Kursen möglichst schnell ins Ziel gebracht werden müssen. Die Fortbewegung wird durch sechs verschiedene Würfel ermittelt, die sechs Gänge simulieren. Wobei die höheren Gänge natürlich mehr Felde bzw. Augenzahlen (im sechsten Gang 21-30) als die niedrigen Gänge (im ersten 1-2) bringen. Natürlich darf man immer nur einen Gang hoch schalten, so dass es eine Weile dauert, bis man in einem hohen Gang fahren kann.

Dumm nur, dass ein Rennkurs nicht nur aus Geraden, sondern auch Kurven besteht. In den Kurvenabschnitten muss man nämlich ja nach Schwierigkeit der Kurve zwischen ein- und dreimal zum Stehen kommen. Da heißt es rechtzeitig in einen niedrigen Gang schalten. Wer zu schnell auf die Kurve zusteuert, muss einen oder mehrere Gänge überspringen, um die Kurve zu meistern. Allerdings wird dadurch der Wagen natürlich in Mitleidenschaft gezogen. Auch wer in einer Kurve nicht zum Stehen kommt, beschädigt seinen Wagen. Zu allem Überfluss gibt es ja auch noch die Konkurrenz, der man natürlich nicht zu nahe kommen darf, da es sonst mal krachen kann. Die aus diesen Situationen resultierenden Strafpunkte werden von einem Setup abgezogen, dass aus Reifen, Bremsen, Benzin, Chassis, Motor und Straßenverhalten besteht. Wenn für einen dieser Aspekte kein Punkt mehr übrig ist, fällt der Wagen aus. Aber man kann ja einen Boxenstopp einlegen, bei dem man seinen Renner im Wert von maximal zwei Punkten reparieren kann.

Wer es besonders hart mag, kann auch noch spezielle Regeln für Wetter, Reifen und Training verwenden, die das Spiel noch interessanter machen.

Das Spielsystem ist wahrlich gelungen. Eine bessere Autorennsimulation gibt es wohl nicht. Allerdings soll hier nicht verschwiegen werden, dass die Spieldauer mit mehreren Personen schnell über drei Stunden pro Rennen (bei drei Runden) liegen kann und das Spiel erst so richtig Spaß macht, wenn fünf bis sechs Wagen auf der Strecke sind.

Die Ausstattung des Spiels ist mit zwei verständlichen Regelheften einem doppelseitigem Spielplan (die Strecken Monaco und Holland), sieben Spezial-Würfeln, zehn Wagentableaus, zehn Gangschaltungen, zehn Rennwagen (Plastik), entsprechende Protokollblätter und einem Bleistift (!) umfangreich. Dazu kann man noch unbemalte Rennwagen aus Metall, vielen Kurserweiterungen (jeweils zwei bzw. vier Strecken), frische Protokollblätter und die Spezialwürfel zusätzlich (nach-) kaufen. Es ist zwar keine Beutelschneiderei, doch geht das für echte Fans schnell ins Geld.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 10
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
90
Jahrgang: 
1997
Spielkategorisierung
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