Meta

eine Spielerezension von Beate und Hans Schmidt - 31.05.2007
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Meta von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Bei Meta handelt es sich eigentlich um eine kleine Spielesammlung. Insgesamt vier Spiele kann man mit dem schönen Material spielen.

Bei "Menos" handelt es sich um ein Solospiel, das an andere Solospiele erinnert. Es geht darum, durch Überspringen Steine vom Spielbrett zu entfernen. Sprünge dürfen nur waagerecht oder senkrecht erfolgen und bis auf einen Bonussprung darf in keine leere Reihe gesprungen werden. Es gibt eine Punktwertung, bei der es auf die Farbe der Steine ankommt.

"Esca" wird zu zweit gespielt und das Spielbrett hierfür senkrecht zwischen die Spieler gestellt. Ziel ist es, zwei Fünferreihen in der eigenen Farbe zu bilden. Jedem Spieler stehen eigene Spielsteine und Blockadesteine zur Verfügung, von denen pro Spielzug immer zwei eingesteckt und dabei beliebig kombiniert werden dürfen. Pflicht ist es, bei jedem Zug einen Stein des Gegners aus dem Spielbrett zu schieben, indem man einen eigenen an den Platz steckt. Eine Fünferreihe darf hierdurch aber nicht mehr zerstört werden. Das Spiel endet zwar auch, wenn ein Spieler keine Spielsteine mehr hat, in der Regel gelingt es aber einem Spieler zwei Fünferreihen zu vollenden. Es gibt noch eine Profivariante, bei dem Blockadesteine nicht benachbart sein dürfen.

"Tremplin" kann man zu zweit oder zu viert spielen. Es gewinnt derjenige, der es schafft, mit zehn beziehungsweise sieben seiner Steine die letzte Reihe auf der gegenüberliegenden Seite zu erreichen. Steine werden entweder ein Feld weit gezogen oder es darf gesprungen werden. Hierbei sind auch Weitsprünge erlaubt, wenn vor dem übersprungenen Stein sich so viele Leerfeld wie dahinter befinden. Und es sind Kettensprünge möglich, bei denen die verschiedenen Sprungweisen kombiniert werden können.

Bei "Arriba", einem reinen Zweierspiel, gibt es ein schräg gestelltes Spielbrett als Besonderheit. Ziel ist es, drei eigene Steine auf eines von sechs Zielfeldern zu bringen. Das Problem ist, dass vor diesen Zielfeldern das Spielbrett ansteigt, aber der fünften Reihe fallen Steine in die Tiefe. Sie dürfen nicht mehr gezogen werden, dienen aber als Brückensteine für andere Steine. In diesem „tiefen“ Teil des Spielbretts dürfen nur noch die eigenen Steine gezogen werden, davor auch die des Mitspielers.

Alle vier Spiele funktionieren einwandfrei. Es sind mangels Glücksfaktors reine Taktikspiele. Das Spielmaterial ist wunderschön und trägt zur Spielfreude bei. Was bei Meta ein bisschen fehlt, ist das Gefühl, etwas richtig Neues zu spielen. Alle Spiele basieren auf bekannten, traditionellen Spielmechanismen. Dennoch: Wer Taktikspiele dieser Art mag, sollte sich Meta, näher anschauen. Für Abwechslung ist auf Grund der unterschiedlichen enthaltenden Spiele auf jeden Fall gesorgt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1 - 2
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Spielegattung: 
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