Schon mal 'ne Herzdame gefesselt?

Bondage im verspielten Darkroom

ein spielerischer Artikel von Axel Bungart - 25.07.2017
Herzdame fesseln - Fotos von Clipealer

Keine Sorge: Auch Unter-18-Jährige dürfen weiterlesen!

Mit Spieleschachteln ist das wie mit Kühlschränken: Wenn sie geschlossen sind, weiß man nicht, was drinnen so abgeht. Besonders wenn ein Spiel mal mit auf Reisen geht, sei sie auch noch so kurz, geht es im inneren Dunkel des Spielekartons oft rund. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn man den Deckel dann wieder öffnet, tut alles so, als sei nichts gewesen. Doch die zerwühlte Menagerie lässt auf wüste Geschichten schließen. Vor allem die Karten, so vorhanden, treiben da wilde Spielchen sowohl untereinander als auch mit anderen Karten, die sich einer derart plumpen Annäherung gar nicht widersetzen können. Gentlemen (and –women) schauen dann nicht so genau hin und helfen beschämt, das Notwendigste dezent wieder zu richten.

Gummi für die Herzdame?

Die meisten Spieler allerdings sind da weniger tolerant. Das wilde Durcheinander kann so nicht weitergehen! Daher werden die Delinquenten kurzerhand gefesselt, und schon ist Ruhe im Karton. Und Ordnung. Da kann die Fahrt noch so wild sein – jeder Kartenstapel bleibt in seinem Bettchen. Gummibändern sei Dank.

Umso härter trifft es einen aber, wenn man – meist nach längerer Zeit des Unbeobachtetlassens – den Karton wieder öffnet und feststellt, dass die Ordnungshüter selber Auflösungserscheinungen zeigen. Dann herrschen darin nicht nur wieder Zustände wie bei Sodom und Gomorrha, nein, schlimmer noch: Die Reste der Gummibänder kleben zerrissen an den Karten. Von wegen "niemals ohne Gummi". Das kann durchaus unauslöschliche Erinnerungen hinterlassen.

Spielkarten aufbewahren: Bondage für die sichere Lage

Doch das muss nicht sein. Wer seine Kartenstapel zum einen pfleglich und zum anderen sicher im Zaum halten möchte, sollte keinesfalls herkömmliche Gummibänder verwenden. Vielmehr kann man mal in Mamis und Papis Nachtschränkchen nach Bondage-Tape schauen. Das müsste so eine kleine Rolle sein, die beim ersten Hinsehen an eine Tesa-Rolle erinnert. Nur dass das aufgerollte Band nicht klebt. Und genau darin liegt nämlich der Nutzen (den auch der eigentliche Eigentümer bestätigen können wird): Das Band klebt nicht an seiner Umgebung sondern nur an sich selbst, ähnlich der absolut jugendfreien Frischhaltefolie. Ein paar Zentimeter davon abgeschnitten und um den Kartenstapel oder das Geldbündel gewickelt sorgen nachhaltig für Ordnung und zudem für sorgenfreie Lagerung. Denn hier klebt nichts mehr an den Karten.

Ach ja: Was den ursprünglichen Zweck des Naughty Bondage-Tapes angeht, na, da solltet Ihr mal googlen. Spielt man ein Spiel zu zweit, ist da ja vielleicht noch eine Revanche abseits des Tisches drin. Knick-knack.

Kommentare

Ich war ja länger nicht hier. Aber das hier finde ich mutig und geradezu... "anregend" lol! Danke für diesen schlüpfrigen Tip.

Brettspiele-Newsletter von Reich der Spiele abonnieren