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Spielgefühl: Five Tribes

Five Tribes, Spielszene, Foto: Hendrik Breuer

Allererste Eindrücke können trügen und ein Spiel viel komplexer erscheinen lassen, als es tatsächlich ist. Nehmen wir Five Tribes. Während der Spielemesse 2014 wirkte das Spiel auf mich bizarr überfrachtet. Warum gibt’s da zwei verschiedene Arten von Karten, wenn der Zugmechanismus schon recht kompliziert ist? Dann soll man auch noch um die Zugreihenfolge bieten, kann teilweise genau ausrechnen, was ein kommender Zug wert ist. Das muss doch zu Analyse-Paralyse führen, darauf hatte ich erstmal keinen Bock. Das Spiel landete auf dem „später mal“-Stapel.

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Pink schlägt Blau, ich bin angefixt!

Five Tribes - Foto von Days Of WonderAus „später mal“ wurde „sehr viel später mal“ – ein Abend, an dem gar nichts los war. Fußball ist auch nicht. Dann kann man ja auch mal Five Tribes anspielen. Ganz klassisch, alleine, rechte gegen linke Hirnhälfte. Da ist es passiert: Pink schlägt Blau, 214 zu 145. Wow, denke ich, „das kann ja doch noch was werden!“ Ganz blöden Tweet abgesetzt … Da kommt auch schon eine Antwort: Ein Kumpel will unbedingt mitspielen!

Die Woche drauf geht’s also zu dritt weiter, diesmal mit echten Gegnern. Die sind begeistert. So ein rundes Spiel, so viele mögliche Strategien. Taktisch zudem. Tiefe. Und, was? Nur 55 Minuten Spielzeit. In voller Besetzung, also zu viert, dauert’s etwas länger. An diesem Donnerstag ist ein Grübler dabei, die anderen sind erfahrene Schnellspieler. Das Urteil ist aber einhellig: Geniales Schwergewicht, auf einer Stufe mit Russian Railroads.

Ist Five Tribes überfrachtet? Nö. Aber sowas von rund!

Alles greift ineinander, die verschiedenen Elemente ergeben Sinn. Mechanisch jetzt, was thematisch passiert, ist nicht so ganz klar. Überfrachtet? So ein Quatsch! Selbst die erste Partie läuft flüssig, dank erstklassiger Übersichtskarten. Danach gibt’s phänomenal viel auszuprobieren. Karten können zum Sieg führen, Kamele braucht man nicht unbedingt, rote Meeple sind eine Geheimwaffe. Einige Dschinn können spielentscheidend sein, es geht aber auch komplett ohne. Herrlich, ab damit auf den „nächste Woche wieder“-Stapel!

Five Tribes, Spielregel

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4 Kommentare

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Axel Bungart 25. Mai 2015 at 19:51

Ja, so ähnlich hatte ich meine ersten Partien erlebt. Vielleicht liest das ja der Riemi und kommt auch noch auf den Geschmack. 😉

 

Gruß

Axel

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Michael Weber 26. Mai 2015 at 18:10

Ich habe jetzt auch die ersten Partien hinter mir. Ein wirklich spannendes Spiel mit schönem Thema, bei dem es viel mehr zu entdecken gibt, als es den Anschein hat. Jede Strategie kann zum Erfolg führen, aber ein Mischmasch ist eher schwierig. Viel scheint daher an den Dschinns zu hängen. Ich werde weiter spielen …

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Brettspielpoetin 27. Mai 2015 at 22:07

Ich bin auch ein großer Fan von Five Tribes geworden. Es ist so schön wandelbar und ich stehe jedes Mal wieder vor der Frage, welche die beste Strategie sein könnte. Sehr hoher Wiederspielreiz.

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Frank Riemenschneider 6. Juni 2015 at 12:24

Der Riemi findet immer noch keinen richtigen Gefallen an diesem Spiel. 😉

Es entfacht in mir nicht die große Begeisterung. Ich spiele es und gut ist.

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