Mehr Mut zum Spielen

Regeln statt Zwänge, nicht Regeln und Zwänge

ein Spiele-Artikel von Jürgen Strobel - 04.09.2015
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Diese Zeilen sind an all diejenigen gerichtet, die das spielende Kind tief in sich noch nicht verloren haben. Die den Schlüssel zu einer Tür aufbewahrt haben, die sie in ihr eigenes Land der Fantasie führt. Ein ungewöhnlicher Ort. Ein Ort voller Fantasie und Wunder. Ein Ort, an dem man mit Hilfe von Spielkarten glitzernde Feuerwerke am Himmel entstehen lassen kann. Ein Ort, an dem man mit seinen Siedlern Dörfer und prächtige Städte errichtet. Ein Ort, an dem man nur mit Stift und Papier ein Abenteuer erleben kann. Ein Ort, an dem man mit Hilfe von Hexen auf Ihren fliegenden Besen Tränke an verschiedenen Kunden ausliefert oder aber selbst herstellt. All dies ist möglich im Reich der Spiele!

Ausbrechen: Spielen statt Monotonie

Gerade heute in unserer medialen Gesellschaft, wo jeder mit jedem vernetzt ist. Wo es gilt: immer schneller, weiter, höher. Wo die Grenzen zwischen Realität und unserer Cyberwelt immer mehr verschwimmen. Wo der Mensch immer gläserner wird, verliert er dabei seine Selbständigkeit und Persönlichkeit. Wir versinken dabei mehr und mehr im Automatismus. Fast nichts wird dem Zufall überlassen. Alles wird bis in das kleinste Detail geplant. Gleichförmig verläuft unser Tagesablauf. Ein immer widerkehrendes Bild der Monotonie.

Der letzte Schritt

Und nur manchmal dringt ein Schrei an die Oberfläche unseres Bewusstseins. Es ist das Kind von einst. Gefangen in einem Käfig voller Regeln und Zwänge. Ich weiß es! Jeder trägt es in sich. Du hast es einfach vergessen. Du erinnerst Dich nicht mehr an das Kind von damals. Habe den Mut! Lass das Kind in Dir frei. Erlöse es von seinen Fesseln. Und wenn Du den letzten Schritt gewagt hast, den Käfig aufzuschließen. Dann wird das Kind dich an die Hand nehmen, schaut zu Dir hinauf mit einem lächeln im Gesicht und fragt: "Wollen wir Spielen ...?"