Spectaculum

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 31.03.2013
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Spectaculum von eggertspiele
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Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wahrsager, Schlangentänzer, Gesang und Geschichten. Die Gaukler ziehen durch das Land. Die einen ernten Applaus die anderen Gespött und Schläge. Als Spieler gilt es, sein Geld auf die Erfolgreichen dieser Gattung zu setzten und so am Ende das meiste Geld zu verdienen.

Auf die Erfolgreichen setzen? Ja, denn Spectaculum ist ein astreines Wirtschaftsspiel. Das Ganze ist mit dem modernen Aktienhandel vergleichbar. Es gibt vier Gauklergruppen (Aktien), deren Wert man an jeweils einer Leiste (Aktienkurs) ablesen kann. Ausgestattet mit einem Startkapital gilt es, durch An- und Verkäufe den Markt zu beherrschen und den Gewinn zu maximieren.

Entsprechend der vier Gauklergruppen gibt es bei Spectaculum ein gefülltes Beutelchen, mit einer Vielzahl von vier verschiedenfarbige Wandersteine. Reihum zieht jeder Spieler verdeckt drei Wandersteine aus dem Beutel um diese auf den Feldern des Spielfeldes abzulegen. Dabei muss immer an bereits gleichfarbige Steine anlegt werden. Die Felder, auf welche die Wandersteine abgelegt werden, haben verschiedene Plus- oder Minus-Werte. Je nach dem, auf was für ein Feld ein Wanderstein abgelegt wird, verändert sich der Wert der Gauklergruppe (Aktienkurs) auf der Leiste. Vor oder nach dem Ablegen darf man neue Gauklergruppen (Aktien) kaufen oder auch wieder verkaufen. Besondere Felder lösen bei Spectaculum zusätzliche Kapitalausschüttungen oder Strafzahlungen aus.

Wann immer man die Gauklergruppen … Lassen wir das! Also wann immer man die Aktien kauft oder wieder verkauft ... Diese Entscheidungen spiegeln das grundlegende Spielprinzip von Spectaculum wieder. Möglichst zu einem niedrigen Preis kaufen, um dann wieder zu einem hohen Kurswert verkaufen, das ist alles. Wer solche Spiele mag, kann getrost einen zweiten Blick wagen. Als kühles, logisches Wirtschaftsspiel funktioniert Spectaculum sehr gut. Doch das Thema mit den Gauklergruppen ist komplett aufgesetzt. Schade eigentlich um die wunderschönen Illustrationen. Man könnte das Spiel auch nur mit farbigen Karten spielen, das Ergebnis wäre das Gleiche.

Ein typisches Spiel aus der Feder von Reiner Knizia? Nun, auf jeden fall ein astreines Wirtschaftsspiel um Aktien, deren Kurse, die mögliche Einflussnahme am Kurswert und die Wahl wann für die Aktionäre der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Aktien zu kaufen oder wieder abzustoßen. Grundsolide, funktionell und leider auch sehr nüchtern und langweilig.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30 - 45
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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