Reich der Spiele

Last Message

Last Message - Ausschnitt - Foto von Iello

Ich gebe Hinweise und ein Täter löscht Sie und ihr versucht den Hinweis zu deuten. Das ist das Prinzip von Last Message von Juhwa Lee und Giung Kim. Das Partyspiel aus dem Hause iello liegt bei mir auf dem Tisch und ich finde jede Menge  Wimmelbilder darin. Nicht  in der Form von MicroMacro – Crime City sondern in Farbe und in verschiedenen Themen. Da finden wir Superhelden, Zombies, Cowboys, Urmenschen, Aliens und unbekannte Partygäste der Ringgeister.  Das Spiel faszienierte mich schon auf der Berlincom 2021 und ist im klassischen Sinne das was man ein Familienspiel nennt. Denn zum spielen werden mindestens 3 Personen benötigt, die in ein Team aus Täter, Opfer und Ermittler zusammengestellt werden. Das Opfer wird uns aus eben einem  Abschnitts des Wimmelbildes Hinweise zeichnen , diese dem Täter zum bearbeiten geben und die Ermittler werden versuchen, das Gezeichnete zu deuten.

Was heißt das jetzt?

Last Message - Material - Foto von Iello

Ein Sichtschirm trennt das Opfer und den Täter  von den Ermittlern. Dann suchen wir einen von sechs Tatorten der Wimmelbilder aus auf denen ein Abschnitt mit einer Minilupe leicht vergößert wird. Diesen Part übernimmt der  Täter. Das Opfer versucht nun in 30 Sekunden diesen Abschnitt auf einer mit 9 Quadranten unterteilten Tafel darzustellen. Dabei kann es zeichen, schreiben aber nicht doppelt einzeichnen. Sind die 30 Sekunden um, darf der Täter  in der ersten Runde fünf Quadranten dieser Tafel löschen. In der zweiten Runde sind es vier Quadranten, dann drei und in der letzten Runde noch mal zwei Quadranten. Er löscht sozusagen seine Spuren. Nun ist die Zeit an den Ermittlern. Sie versuchen ihrerseits, auf ihrem Wimmelbild, das wesentlich größer als das des Täters ist, den gesuchten Ausschnitt zu finden. Schaffen Sie es innerhalb der vier Runden, gewinnen Sie gemeinsam mit dem Opfer. Wenn nicht, geht der Täter als Sieger hervor.

Last Message - Zeichnungen - Foto von Jörn Frenzel

Macht das Wimmelbildspiel Last Message Spaß?

Was sich flott liest, geht auch ziemlich zügig. Denn durch die Sanduhr geht dem Opfer die Zeit ziemlich schnell verloren. Die Ermittler nehmen noch am längsten am Spielgeschehen teil. Sie suchen und beraten und können dadurch dem Täter und Opfer auch mal die Zeit lang werden lassen. Aber das ist nur gefühlt so. Dem Täter macht es schon viel Spaß, die gekonnte Zeichnung zu zerstören und dem Opfer so manches Augenrollen herauszuholen.

Last Message - Spielblatt - Foto von Jörn Frenzel

Vom Prinzip dauert eine vollständige Partie nie länger als 15 Minuten und das ist auch gut so. Die Wimmelbilder sind eine wahre Pracht. Durch Copy und Past sind in den einzelnen Geschehen einige Figuren doppelt und so muss man seine Augenmerk sehr auf die Umgebung fixieren. Das größte Problem ist das Wimmelbild vom Täter und Opfer – es ist so klein, dass es dem älteren Mitspielern erhebliche Augenprobleme bereiten kann. Da hilft auch die Minimallupe kaum das scheint für Hobbits gemacht zu sein. Die Ermittler haben das gleiche Bild in vierfacher größerer Ausführung vor sich zu liegen, was aber auch nötig ist. Denn die Bilder sind voll.

Mir gefielen die Zombies, Urmenschen und Cowboys am besten, wobei ja die Grafikqualität im Auge des Betrachter liegt. Auf Grund der Spieldauer hat es eigentlich in jeder Spielgruppe und Altersgruppe Spaß bereitet und kommt auch immer wieder auf den Spieltisch. Wobei der Part der Opfer/Täter/Ermittler ständig gewechselt werden sollte, denn den Ermittlern liegt die meiste Spielzeit vor und man will sich ja nicht benachteiligt fühlen, da man sonst ja nur 30 Sekunden spielt. Das ist einfach zu wenig. Man möchte ja auch etwas mehr mitspielen und so ist das Wechseln notwendig.

Last Message - Schachtel - Foto von Iello

Das Spiel kommt in einer kleinen Schachtel  für Preise ab ca. 13,99 Euro daher, was gut fürs Regal ist und der Spielspaß ist groß. Nur vielleicht hätten ja einige Dinge etwas größer sein können, denn ich bin ja kein Hobbit. Minimalismus ist in und hier finden wir ihn in allen Formen vor, nur der Spielspaß ist nicht minimal – der rockt.

Infos zu Last Message

  • Titel: Last Message
  • Verlag: Iello
  • Autor: Juhwa Lee, Giung Kim
  • Spieleranzahl (von bis): 3-8
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 8
  • Dauer in Minuten: 15
  • Jahrgang: 2021

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