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Pferdemist

Pferdemist von Reich der Spiele

Ein Spiel mit Baukastensystem. Zunächst lernt man mit dem Pferd den Rösselsprung vom Schach, anschließend kommen noch der emsige Bauer und die beiden Streithähne Hase und Jäger dazu. Das alles lehren verschiedene Varianten des Spiels, die allerdings nur ein Vorgeschmack auf das eigentliche Spiel, die Variante "Das Mistspiel" sind. Erst in dieser Variante bekommt Pferdemist den Brettspielcharakter, den es verdient.

Bei der erwähnten Variante müssen die Spieler ihren Garten mit Karotten bepflanzen, die sie aber erst säen können, wenn sie ausreichend Pferdemist nach Hause bringen. Also produziert das Pferd jede Runde einen Haufen Pferdeäppel, die im Rösselsprung so geschickt platziert werden müssen, dass der ansonsten sich nur ein Feld bewegende Bauer später durch Überspringen nach Halmaregeln eine möglichst große Zahl von Mist einsammeln kann. Dieser kann an der Gartenpforte gegen Karotten eingetauscht werden. Darauf warten allerdings die Hasen der Mitspieler, die diagonal ziehend in fremden Gärten wildern und das Gemüse fressen. Schutz bietet der Jäger, der wage- und senkrecht ziehend die Hasen verfolgt, bis er sie in das Pferdegatter sperrt. Wer als erster seinen Garten komplett bepflanzen kann, gewinnt diese Variante.

Der Weg zum Ziel führt über das *pardon* taktische Schei***. Nur wenn man dem Bauer einen raschen Rückweg ermöglicht, kann er die Äpfel zu Karotten wachsen lassen. Es bietet sich im Laufe des Spiels an, die Gebiet der Mitspieler ebenfalls mit Pferdeäpfeln zuzupflastern, dann nimmt man den fremden Figuren die Bewegungsfreiheit. Der Hase kommt erst spät zum Einsatz und ist vergleichsweise schwach, da die Jäger wegen ihrer Bewegungsmöglichkeit relativ leichtes Spiel mit den Langohren haben. So beschränkt sich das Geplänkel überwiegend auf Pferd und Bauer. Spätestens im letzten Drittel ist die Bewegungsfreiheit stark beschränkt, und spätestens dann zahlt sich ein guter Blick bei der Bewegung des Pferdes aus.

Insgesamt bietet das Spiel viel, besonders viele Varianten, kann aber letztlich nicht überzeugen. Die Möglichkeiten mit Hase und Jäger sind minimal, sodass sie kaum zum Einsatz kommen. Die anderen Varianten sind allesamt nett und flott spielbar, aber nicht fesselnd. Pferdemist ist ein solides und schönes Spiel (die vorzüglich gestalteten Figuren sind wirklich vorbildlich!). Aber es ist leider auch ein Spiel, das auf der Suche nach der Zielgruppe vermutlich wenig Chancen auf Erfolg haben wird, da das Konzept einfach nicht interessant und packend genug ist.

 

 

Infos zu Pferdemist

  • Verlag: Good Ideas
  • Autor: Uwe Himmelreich
  • Spieleranzahl (von bis): 1 - 4
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 8
  • Dauer in Minuten: 90
  • Jahrgang: 2002

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