Das lustige Topfspiel

ein Spiele-Artikel von Roland G. Hülsmann - 18.02.2014
Das lustige Topfspiel von JFS - Foto Roland G. Hülsmann
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Spielmaterial: Spielplan, 2 Würfel (W6), Kunststoff-Topf, 65 Kunststoffplättchen (könnten auch ursprünglich etwas mehr gewesen sein), Anleitung (s. Abbildungen).

Kommentar: Dieses Spiel ist auch als Die böse 7 oder Harlekinspiel bekannt und seine Ursprünge liegen weit im 19. Jahrhundert (oder noch weiter) zurück. Ein reines Glücksspiel. Die Marken werden verteilt. Man würfelt mit zwei Würfeln. Entsprechend dem Ergebnis legt man auf den Ring um die Zahl eine Marke ab. Sind alle Felder auf dem Ring bereits belegt, hat man Glück und kann stattdessen alle Marken kassieren. Auf der 7 steht der Topf. Dieser wird nie voll, also wird bei 7 IMMER gezahlt: eine Marke in den Topf. Würfelt man ein Sechser-Pasch, darf man alle Marken im Topf an sich nehmen. Bei einer 12 darf man auch den Inhalt des Topfes an sich nehmen. (Herzlichen Dank an Ralph Zenk für eine Kopie der Spielregel!)

In den 1990er-Jahren gab es eine erneute Auflage mit veränderter Spielregel: Zu Beginn sind alle Marken im Töpfchen. Marken zum Füllen der Ringe werden aus dem Töpfchen genommen. Räumt man volle Ringe ab, nimmt man die Marken an sich. Sie kommen nicht wieder ins Spiel. Bei einer 12 darf man eine beliebige Zahl wählen. Wer zuerst 20 Marken hat, gewinnt. (Herzlichen Dank an Arnold Haffner für die neue Version der Regeln.)

Sonstiges: Die vorliegende Ausgabe stammt vermutlich aus den 1940er-Jahren und ist mit "Joh.Friedr.Schmidt  München (JFS) Nr. 4 A" gekennzeichnet. Der Verlag ist ein Vorläufer der heutigen Marke Schmidt Spiele.

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