Kurier

Das Spiel bei dem die Post abgeht

ein Spiele-Artikel von Roland G. Hülsmann - 07.04.2014
Spielmaterial Kurier - Foto von Roland G. Hülsmann
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Spielmaterial: Spielbrett, 2 Würfel, 6 Kuriere, 12 Türme, 48 Auftragskarten, 24 Ereigniskarten, 40 Quizkarten, Anleitung

Kommentar: Ein Werbespiel der Post aus einer Zeit, da die Postleitzahlen noch vierstellig, die Telefonhäuschen noch gelb, BTX noch der letzte Schrei und der Chef der Post noch ein Minister war. (Ich vermute mal Ende der 80er-Jahre.) Das Spiel ist eine Mischung aus taktischem Lauf- und Quizspiel. Zu Beginn ziehen die Spieler Auftragskarten, die sie ungesehen vor sich stapeln. Der oberste Auftrag gilt erledigt zu werden.Die Zielorte müssen mit genauer Augenzahl erreicht werden. Auf bestimmten Feldern müssen Quizfragen zum Thema der neuen technischen Errungenschaften der Post (BTX, Datex-P, etc.) und er Post allgemein beantwortet werden. (Post war damals noch alles: Briefe, Pakete, Telekommunikation, Postbank, Datendienste, etc.) Andere Felder führen zum Aufnehmen einer Ereigniskarte, die nicht immer nur positiv wirkt. Oftmals sind zusätzliche Kurierdienstgänge die Folge. Um die weiten Wege abzukürzen, können die Spieler bis zu je 2 strategisch geschickt plazierte Sendetürme bauen. Zu diesen können sie in einem Zug von überal her hinziehen. Auch die Mitspieler können diese Türme nutzen, müssen im Gegensatz zum Besitzer aber eine Quizfrage korrekt beantworten. Wer zuerst ale Aufträge erfüllt hat und zu einem seiner Sendemasten zieht, gewinnt das Spiel.

Fazit: Ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Familienspiel, dessen Fragen und Antworten allerdings durch die tiefgreifenden Veränderungen der letzten Jahre - gerade im Themenbereich des Spieles - oftmals eher erheiternd denn wissensvermittelnd wirken.

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