Dreck weg

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 06.09.2014
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Kartenspiel Dreck Weg - Foto von Mücke Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Im ersten Moment sieht es aus, wie ein unscheinbares Ökospiel. Es lohnt sich aber Dreck weg (Mücke Spiele) ganz vorurteilsfrei einmal auszuprobieren, denn es steckt mehr dahinter, als die Packung verrät.

Der Spielplan besteht aus 52 einzelnen Stadtkarten, die reihum zu Beginn ausgelegt werden. Jeder Müllsammler erhält noch eine Figur, einen Müllbeutel und ein Sparbuch und schon kann es losgehen. Ein Spieler übernimmt die Kasse mit Eurospielgeld und den Schulterklopfkarten. Zunächst wird die Figur auf einer Karte mit einem Haus platziert. Diese kennzeichnet das jeweilige Startfeld. Auf die restlichen Stadtkarten werden die „da liegt noch was“ Steine verteilt. Jetzt ist es Aufgabe der Spieler, die gefundenen Abfälle am Schadstoffmobil zu entsorgen und möglichst viele Flaschen gegen Pfand im Supermarkt einzutauschen. Die Kontrahenten bewegen sich mit dem Laufwürfel durch die Stadt. Bleiben sie dabei auf einem Feld mit einem „da liegt noch was Stein“ stehen, ziehen sie blind Steine aus ihrem Beutel. Jeder Müllbeutel enthält verschiedene Müll- und Flaschensteine. Die so gesammelten Steine werden offen ausgelegt. Doch es dürfen nie mehr als acht Steine sein, da der Rest wieder in den Beutel wandert. Somit müssen die Spieler zwischendurch im Supermarkt, die Flaschen eintauschen. Müllsteine können am Glascontainer „Bunte Kuh“ oder an der Sammelstelle abgegeben werden. Die Abgabe dort lohnt besonders, da man Schulterklopfkarten erhält, die z. B. für einen weiteren Zug genutzt werden können. Auch lohnt sich der Weg zur Bank, denn das angelegte Geld bringt Zinsen.

Das Spiel endet, wenn der letzte „da liegt noch was Stein“ eingesammelt wurde und alle Spieler noch einmal an der Reihe waren. Der Gewinner, ist derjenige, der den höchsten Geldbetrag erwirtschaften konnte.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Dreck weg?

Dreck weg ist ein tolles Familienspiel, das den Umweltschutzgedanken spielerisch näher bringt. Dabei bleibt es aber realistisch, sodass Kinder die Idee auch im realen Leben übernehmen können, denn auch hier lohnt es z.B. Pfandflaschen im Supermarkt abzugeben. Zusätzlich ermuntert das Spiel erste taktische Überlegungen anzustellen. So zahlt es sich aus, vorher genau zu überlegen, wo man den Müll einsammelt, um die Wege kurz zu halten oder den Mitspielern den Müll vor der Nase weg zu sammeln. Außerdem darf man nicht zu lange warten, bis man den Müll entsorgt, um keinen Nachteil zu haben, und das Geld will auch noch sinnvoll angelegt sein. Die Regeln sind einfach und schnell erlernt. Das Spielmaterial in Comicoptik und Holz ist ansprechend. Schade, dass die Geldstücke nicht etwas dicker ausgefallen sind, dies würde das Greifen der Münzen einfacher machen. Alles in Allem dürfen wir dem Spiel gerne mehr Beachtung schenken, es lohnt sich!

Hinweis: Leider fehlen produktionsbedingt in manchen Spielen die Aufkleber für den Würfel. Hier findet sich ein Link für die Grafik der Aufkleber zum Nachträglichen runterladen: http://www.spielematerial.de/de/dreck-weg.html

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6+
Spieldauer (Minuten): 
30-40
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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