Framework

eine Spielerezension von Markus Nussbaum - 17.08.2022
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Framework - Ausschnitt - Foto von Spielwiese/Pegasus
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Uwe Rosenberg hat bereits so manche Spielidee in mehreren Varianten auf den Markt gebracht. Bei seinem aktuellen Spiel Framework (Spielwiese/Pegasus) beschleicht den Vielspieler beim Studium der Regel auch das Gefühl, dieses Spielprinzip bereits so ähnlich schon ein- oder zweimal auf dem Tisch gehabt zu haben. Es geht bei Framework um das Legen von quadratischen Plättchen und das Erfüllen von Aufgaben, die auf diesen Plättchen aufgedruckt sind.

So wird es gespielt

Jeder Spieler sucht sich aus der offenen Auslage ein Plättchen aus und baut damit Zug für Zug eine persönliche Spielfläche, auf der schnellstmöglich jeder seiner 22 Spielsteine auf erfüllte Aufgaben abgelegt werden soll. Das Design der Plättchen ist relativ schmucklos und stellt Rahmen dar. Diese gibt es in fünf unterschiedlichen Farben und es können von null bis drei Rahmen auf einem Plättchen abgebildet sein.  

Das Wichtige aber sind die Aufgaben. Diese werden in der Mitte der Plättchen durch Farben und Zahlen dargestellt. Das Prinzip ist einfach. Die Farbe gibt an, welche Rahmenfarben man an die Aufgabe idealerweise anlegen sollte. Die Zahl gibt an, wie viele von diesen Rahmenplättchen zur Erfüllung der Aufgabe benötigt werden. Hat man zum Beispiel die geforderten fünf roten Rahmenplättchen an die Aufgabe angelegt, darf man die Aufgabe mit einem Spielstein abdecken. Der erste Spieler, der auf diese Weise alle 22 Steine einsetzen konnte, hat sofort gewonnen.

Die Schwierigkeit sind die Legeregeln

Das klingt sehr einfach und mehr ist es tatsächlich auch nicht an Regeln. Die Schwierigkeit ergibt sich aus den verschiedenen Aufgabentypen und den Legeregeln. Neben den einfachen Aufgaben, die nur aus einer Farbe und Zahl bestehen (es können maximal drei Aufgaben auf dem Plättchen stehen), gibt es auch solche, bei denen zwei Farben in Kombination möglich sind. Dort zählen dann alle anliegenden Plättchen mit diesen beiden Rahmenfarben zur Aufgabenerfüllung, egal in welcher Kombination sie anliegen. Dem gegenüber gibt es auch Aufgaben, bei denen ebenfalls zwei Farben abgebildet sind, bei denen man sich aber bei der Wertung für eine der beiden Rahmenfarben entscheiden muss. Und schließlich gibt es noch Plättchen mit zwei Aufgaben, von denen man erst die eine erfüllen muss, bevor man sich der anderen widmen darf.

Die Legeregeln besagen, dass zur Erfüllung einer Aufgabe die Rahmenplättchen nur waagerecht und senkrecht angrenzend gewertet werden dürfen. Es dürfen dabei die Farbreihen nicht unterbrochen werden. Allerdings darf man die Rahmen von allen Seiten an die Aufgabe anlegen und werten. Des Weiteren herrscht Legezwang. Man muss also Plättchen in seine persönliche Auslage legen, ob sie einem nun gerade in den Kram passen oder nicht. Hinzu kommt, dass immer ein Plättchen mehr in der Auslage liegt, als Spieler teilnehmen und der Startspieler immer das erste und das letzte Plättchen erhält. Dem Vorteil, als Erster auf ein begehrtes Plättchen zugreifen zu können, steht also möglicherweise der Frust gegenüber, am Ende nochmal ein Plättchen nehmen zu müssen, das man nicht gebrauchen kann.

Übersicht behalten bis zum Schluss

Im Verlauf des Spiels baut man so ein Rahmenwerk auf, bei dem man durchaus den Überblick verlieren kann und sich auch Aufgaben verbaut. Oft kommt es vor, dass man erst spät merkt, dass man durch Ablage eines Plättchens ältere Aufgaben miterfüllt hat, was aber kein Problem darstellt, da man diese dann auch im Nachgang noch mit Spielsteinen abdecken darf. Wenn sämtliche 120 Rahmenplättchen aus dem Beutel gezogen wurden und noch kein Spieler alle seine Steine unterbringen konnte, wird noch eine letzte Runde gespielt und wer dann die wenigsten Steine übrig hat, gewinnt.

Doch etwas anders, nämlich leichter

Framework - Schachtel - Foto von Spielwiese/Pegasus

Wie bereits zu Beginn erwähnt, erinnert das Spielprinzip sehr stark an zwei von Uwe Rosenberg in den Jahren 2019 und 2020  veröffentlichen Spiele, nämlich Nova Luna (ebenfalls bei Edition Spielwiese erschienen) und Sagani (Skellig Games). Wenn man diese drei vergleicht, dann ist Framework wohl die einfachste Variante, was sowohl Regeln als auch Grafik betrifft. Sagani mit seiner aus dem Bereich der Fantasy stammenden Story und der entsprechenden Grafik würde ich aufgrund einer etwas komplexeren Spielregel als etwas herausfordernder bezeichnen und Nova Luna wäre dann mit seiner Monduhr das anspruchsvollste der drei Spiele. Allen gemein ist eine Solovariante.

Wer sich für die einfache und von der Spieldauer kürzeste Variante entscheiden möchte, liegt mit Framework genau richtig. Hat man bereits eines der beiden anderen Rosenberg-Spiele, muss man hier nicht nochmal zuschlagen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
1-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2022
Spielkategorisierung
Fotos
Framework - Schachtel - Foto von Spielwiese/Pegasus

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