Magic The Gathering

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.05.2002
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Magic The Gathering - Foto von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Das älteste Sammelkartenspiel ist zugleich auch das erfolgreichste: Magic The Gathering (oder auf Deutsch: Magic - Die Zusammenkunft). Man kann über den Sinn und Unsinn von Sammelkartenspielen und dem damit verbundenen Sammelwahn diskutieren. Die einen bezeichnen es als Geldschneiderei, die anderen finden solche Spiele gerade deshalb so toll, weil jeder Spieler eine ganz spezielle selbst gesammelte und zusammengestellte Kartenkombination besitzt. Dabei können die Kartendecks schnell zu einer wertvollen Sammlung werden. Eine Übersicht über die vielen Veröffentlichungen von MTG zu behalten, fällt dank Seiten wie dieser zum Glück nicht schwer. Dem Spiel selbst muss man letztlich bescheinigen, dass es einen durchdachten Mechanismus hat und sich innerhalb des Fantasy-Themas zu einem wahren Klassiker entwickelt hat. Unterstützt wird dieser Status durch zahlreiche Turniere, die vom Lokalereignis bis hin zur Weltmeisterschaft reichen. Doch wie spielt sich Magic eigentlich?

So wird Magic The Gathering gespielt

In aller Regel stehen sich zwei Magier in Form von Spielern gegenüber. Lediglich in den seltenen Teamvarianten können es mehr Spieler sein. Jeder Magier hat sich sechzig Karten aus Startboxen für Anfänger, speziellen Themendecks und Kartenerweiterungen oder den so genannten Boostern (Verstärkungspäckchen, die in der Regel 15 Karten enthalten) zusammengestellt. Es gibt fünf Arten von Magiequellen, die alle Länderkarten sind: Ebenen erzeugen weißes Mana, Inseln blaues, Wälder grünes, Gebirge rotes und Sümpfe schwarze Energie. Diese Energie ist der Schlüssel zum Ausspielen weiterer Karten, die allesamt eine bestimmte Mana-Kombination erfordern. Dabei können dann Kreaturen, Artefakte oder Zaubersprüche ausgespielt werden, die einen Effekt auf die eigene Stellung gegenüber dem gegnerischen Magier haben. Ohne passendes Mana, können die Karten nicht ausgespielt werden, lediglich Länder sind "kostenfrei" spielbar (eins pro Zug).

Magic: Der Kampf um das Überleben und bis zum Sieg

Anfangs hat jeder Spieler sieben Karten auf der Hand, zu Beginn jedes Zuges darf man eine weitere nachziehen. Wer an der Reihe ist, kann neben einem Land beliebig viele Zauber und Kreaturen ausspielen, so lange er sie mit seinen Mana-Quellen bezahlen kann. Einmal benutzte Quellen werden "getappt" (um 90 Grad gedreht), um anzuzeigen, dass sie im aktuellen Zug bereits benutzt werden. Erst im nächsten Zug werden sie wieder enttapped und damit nutzbar. Mana-Quellen sind also wichtig, um schnell ins Spiel zu kommen. Das Herzstück einer Runde ist das Ausspielen von Zaubersprüchen und der Angriff eigener Kreaturen. Einen Angriff kann der Gegenspieler jedoch ebenfalls mit Kreaturen oder Zaubern blocken oder abfangen. Treten dabei zwei Kreaturen gegeneinander an, wird die Angriffsstärke der im Kampf verwickelten gegen die Widerstandskraft des Gegenüber aufgerechnet. Dabei können die unterlegenen endgültig auf den "Friedhof", den Ablagestapel, befördert werden. Wird ein Angriff jedoch nicht geblockt oder kann ein Zauber nicht abgewehrt werden, erleidet der Gegenspieler Schaden, der ihm von seinen anfänglichen 20 Lebenspunkten abgezogen wird. Schafft es ein Spieler im Laufe des Duells die Lebenspunkte des Mitspielers unter Null zu drücken, gewinnt er das Spiel.

Wie gut ist Magic The Gathering?

Das Kartenduell ist spannend, zumal keiner der Beteiligten weiß, über welche Karten und damit Kreaturen oder Zaubersprüche der Gegner verfügt. Spare ich mir den wichtigen Gegenzauber auf, spiele ich jetzt schon meine Kreatur aus, soll ich dieses Wesen opfern? Fragen, die immer wieder im Laufe des Spiels auftauchen.

Je intensiver man sich mit dem Samelkartenspiel beschäftigt, desto wichtiger werden die zusätzlichen Karten, unter denen die besonders Starken natürlich auch besonders selten sind. Will man ein schlagkräftiges und konkurrenzfähiges Kartendeck zusammenstellen, mit dem man auch auf Turnieren bestehen kann, ist es erforderlich, diese seltenen und teuren Karten zu erstehen. Hat man nicht das Glück, sie in einer der Booster-Wundertüten zu finden, muss man sie meistens gebraucht und recht teuer kaufen. So weit muss man es aber nicht treiben. Für den "Hausgebrauch" reichen ein Starterpack und ein oder zwei Booster oder ein vorgefertigten Themendeck für jeden Spieler. Will man mehr, wird Magic nicht nur zu einem interessanten, sondern schnell zu einem überaus teuren Zeitvertreib. Vielleicht ein Grund, warum nur wirklich interessierte Spieler sich an dieses eigentlich gute Spiel heranwagen sollten.

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2 - 4
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